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Ziegler verhandelt nicht mit Libyen

Mit einer Mission von Jean Ziegler wäre die Affäre Gaddafi längst beigelegt. Davon geht Charles Poncet aus, der Genfer Anwalt der libyschen Regierung. Der ehemalige UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung will aber nicht aktiv werden.

Die Angelegenheit sei komplizierter als sie scheine, sagte Ziegler am Freitag im Westschweizer Radio (RSR).

Poncet hatte zuvor gegenüber dem Sender die Krisenbewältigung der Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey kritisiert. Für den Anwalt ist klar, dass sich die Bundesrätin an Ziegler hätte wenden müssen.

Der Genfer Soziologe kenne den libyschen Staatschef Muammar Gaddafi seit rund 40 Jahren und stehe diesem nahe. Er begreife nicht, warum sich die Schweizer Aussenministerin diese Umstände nicht zu Nutzen mache.

Ziegler hingegen lobte Calmy-Reys "ausserordentlich mutige" Arbeit in dem Fall erneut. Sie setze sich mit aller Kraft für eine Lösung ein und habe bei ihrem Besuch in Tripolis kurz vor einer Übereinkunft gestanden. Calmy-Rey hatte vor rund drei Wochen angekündigt, die Schweiz sei nur noch "zwei Millimeter" von einer Lösung entfernt.

Gaddafis Sohn Hannibal und dessen Frau waren vor einem Jahr in Genf vorübergehend verhaftet worden. Grund war eine Anzeige von zwei Bediensteten wegen Misshandlungen durch den Präsidentensohn und seine hochschwangere Gattin.

In den Augen der Libyer war dies illegal und eine Demütigung. Gaddafi beharrt auf einer Entschädigung für den Präsidentensohn; zwei Schweizer Geschäftsleute sitzen seit einem Jahr mit einer Ausreisesperre in Tripolis fest.

swissinfo.ch und Agenturen


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