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Zurück in der Luft


Solar Impulse setzt Weltumrundung endlich fort




Hawaii Adieu! Si2 ist nun unterwegs nach Nordamerika. (Solar Impulse | Revillard | Rezo.ch)

Hawaii Adieu! Si2 ist nun unterwegs nach Nordamerika.

(Solar Impulse | Revillard | Rezo.ch)

Der Schweizer Solarflieger Solar Impulse (Si2) ist wieder in der Luft! Am Donnerstagabend ist Initiant und Pilot Bertrand Piccard mit dem Leicht-Motorsegler in Hawaii Richtung Kalifornien aufgebrochen. André Borschberg hatte im letzten Juli die Etappe von Japan nach Hawaii bestritten – mit fünf Tagen und Nächten ein neuer Rekord für einen Solarflieger. Dabei wurden jedoch die Batterien beschädigt, so dass die mehrmonatige Pause nötig wurde.

swissinfo.ch fragte das Solar-Impulse-Team, was die grössten Herausforderungen seien für die neunte Etappe der Si2-Weltumrundung, die das Flugzeug vom Flughafen Kalaeloa auf den Flugplatz Moffett in Mountain View bei San Francisco bringen soll.

swissinfo.ch: Was unterscheidet diese Etappe von der vorherigen?

Alexandra Gindroz, Sprecherin Solar Impulse: Die Flugzeit für den zweiten Teil der Pazifiküberquerung wird insgesamt rund vier Tage und vier Nächte dauern. Bezüglich physischer und technischer Herausforderungen wird diese zweite Etappe für den Piloten und sein Team vor, während und nach dem Flug dieselben Herausforderungen mit sich bringen.

swissinfo.ch: Die Distanz ist kürzer. Heisst das nun, dass der Flug einfacher sein wird?

Alexandra Gindroz: Nein. Die kleinere Distanz verringert die fundamentalen menschlichen und technischen Herausforderungen für Pilot und Team nicht. Schlafen während das Flugzeug über bewohntes Gebiet fliegt, ist nicht zugelassen, über dem Meer und unbewohnten Gegenden ist jedoch Schlaf in Form kurzer Nickerchen von bis zu 20 Minuten von ein bis zwölf Mal pro Tag eingeplant.

swissinfo.ch: Welches sind diesmal die speziellen Herausforderungen?

André Borschberg: Deren gibt es viele. Die erste ist die Zeitdifferenz von 12 Stunden zwischen uns in Hawaii und dem Kontroll-Zentrum in Monaco. Irgendjemand ist immer durcheinander. Das heisst, wir müssen entweder spät in der Nacht oder sehr früh morgens arbeiten.

Zweitens starten wir diesmal direkt mit einem langen Flug übers Meer. Das bedeutet, dass wir überall geschwind sein müssen. Erstmals müssen wir in allem sehr gut sein. Die Batterien werden am Ende der Nacht fast leer sein, wir müssen also ein ideales Wetterfenster wählen.

Bertrand Piccard: Es wird mein längster Flug mit Solar Impulse sein. Er wird zirka vier Tage dauern, und ich werde allein im Cockpit sein. Der Druck ist für mich hoch, denn André ist der Profipilot unseres Teams und hat beim ersten Teil der Pazifiküberquerung einen perfekten Flug hingelegt. Dieses Niveau muss ich auch erreichen. Es gibt also viel Druck, viele Unbekannte und Fragezeichen. Aber das ist Abenteuer und auch der Grund, weshalb ich mich sehr auf diesen Flug freue.

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swissinfo.ch

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