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"Alarmstufe Rot" in Athen

19 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele hat am Sonntag in Athen die "Alarmstufe Rot" begonnen.

Am bislang umfangreichsten Sicherheitsprogramm nehmen allein in Athen 19'502 Polizisten 10'422 Soldaten teil.

Der Plan unter dem Code-Namen "Polydeukes" beschreibt die Schutzmassnahmen für die rund 6000 Offiziellen, 10'500 Athleten und 20'000 Journalisten, wie eine griechische Zeitung schrieb.

Simulierte Aktion

Am Sonntagmorgen führte die griechische Polizei zudem eine umfangreiche Verkehrsüberwachungsaktion durch. Es wurden Unfälle und Anschläge simuliert.

An der Überwachungsaktion im Grossraum Athen nahm auch ein Luftschiff teil, das mit hochmodernen Systemen der Polizeizentrale Bilder überträgt. Verhindert werden soll, dass durch lokale Probleme das gesamte Verkehrssystem der Olympia-Stadt kollaboriert.

Jux-Drohungen

Ungeachtet der scharfen Massnahmen versuchen Gegner der Spiele immer wieder, die Sicherheitskräfte zu "ärgern". Zum dritten Mal innerhalb von sieben Tagen konnte am Samstagabend eine Fähre erst mit dreistündiger Verspätung abfahren.

Ein Unbekannter hatte behauptet, an Bord eine Bombe gelegt zu haben. Die Polizei fand keine verdächtigen Gegenstände. Nach Angaben der Polizei gehen täglich im Durchschnitt vier solche Anrufe ein.

Demonstrationen

Bereits am Freitag hatten rund 2500 Olympia-Gegner in Athen und Thessaloniki gegen die scharfen Sicherheitsmassnahmen demonstriert.

Sie sehen durch die mehr als 1500 Überwachungskameras ihr Leben "eingeengt" und ihre Rechte verletzt. So nennen die Athener das Überwachungs-Luftschiff bereits den "schwebenden Spitzel".

Die griechische Regierung rief die Bevölkerung auf, trotz der drakonischen Massnahmen den Blick nun auf die Spiele zu richten: "Lasst uns endlich den feierlichen Aspekt sehen."

swissinfo und Agenturen


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