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"auawirleben": Zeitgenössisches Theater in Bern

Unter dem Motto "Burning alive" sind im Rahmen der 18. Ausgabe des zeitgenössischen Theaterfestivals "auawirleben" (25. 05. - 10.06.) an vier Spielorten insgesamt elf Produktionen zu sehen.

Dieser Inhalt wurde am 24. Mai 2000 - 11:03 publiziert

Wie Beatrix Bühler vom künstlerischen Leitungsteam gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte, handeln fast alle Produktionen von Figuren mit "radikaler, unerbittlicher Lebenssucht", vom Menschen als "fehlentschärfter Zeitbombe".

Da sind beispielsweise Alain und Pete in Mark Ravenhills "Faust ist tot", einer Produktion des Berliner TIF Theaters. Auf der Suche nach der "echten" Erfahrung stossen die beiden auf den archaisch grausamen, aber authentischen Donny.

"Mehr Momente wie diesen"

Oder da ist Irmi in Franz Xaver Kroetz' "Die Eingeborene", ein "Stück für grosses Kasperltheater" in der Inszenierung des Theaterhauses Jena. Es bleibt ihr kaum Zeit zu trauern, so schnell sterben ihr die Männer weg, heisst es im Programmheft.

Und Hyppolytos in der "Phaidra"-Version der britischen Kult-Dramatikerin Sarah Kane geht in einer Frankfurter Produktion fast lustvoll in den qualvollen Tod: "Hätte es doch mehr Momente wie diesen gegeben."

Die Schweizer Produktionen sind dieses Jahr in der Überzahl: Die freie Zürcher Gruppe 400ASA eröffnet mit der Uraufführung "Vier Frauen. Ein Singspiel" des Berner Nachwuchsautors Lukas Bärfuss über das "Mazedonien in unseren Köpfen".

Vom Stadttheater zur Reitschule

Erstmals seit 1987 nimmt auch wieder das Stadttheater Bern teil am aua-Festival und zwar gleich mit zwei Stücken der französischen Autorin Véronique Olmi: "Der Riss" wird als deutschsprachige Erstaufführung auf der Kornhausbühne gegeben, "Die Umarmung des Skorpions" als szenische Lesung.

Gendertainment Basel kommt mit dem multikulturellen Rapspektakel "Outlander" in die Berner Dampfzentrale. Und mit "Wenn Schrauben sich lösen" des Panoptikum Pazzo Bern auf der Bühne des Tojo der Reitschule steht zum Abschluss eine weitere Uraufführung auf dem Programm.

Die Kosten für die diesjährige 18. Ausgabe belaufen sich auf 260'000 Franken, wie in den letzten Jahren sind 150'000 Franken aus öffentlichen Mitteln von Stadt und Kanton gedeckt.

Vorverkauf/Reservation: Tel. 031/ 327 11 88
Info-Telefon: 031/ 312 96 47

swissinfo und Agenturen

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