"Bern-Montreux 2010" mit Hodler junior

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Martin Hodler, Sohn von IOC-Mitglied Marc Hodler, soll der Schweizer Olympiakandidatur zu neuem Schwung verhelfen.

Dieser Inhalt wurde am 06. Dezember 2001 - 19:55 publiziert

Bei Hodler fällt der sprichwörtliche Apfel tatsächlich nicht weit vom Stamm. Sein Vater Marc ist seit Jahren Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Der 57-jährige Martin ist Verwaltungsrats-Präsident des Berner Unternehmens Infré SA und verfügt neben einem grossen Kontaktnetz im Sport auch über Beziehungen zur Wirtschaft.

Zudem präsidiert Hodler den Schweizer Hochschulsport-Verband und die Stiftung Swiss University Sports. Er engagiere sich für die Kandidatur, weil er Sportfan, Berner und Unternehmer sei, begründete er seine Motivation. Gerade in der heutigen schwierigen Zeit brauche die Schweiz internationale Plattformen, um mit positiven und innovativen Projekten auf sich aufmerksam zu machen.

Weitere Mitglieder des Verwaltungsrats sind der Berner Stadtpräsident Klaus Baumgartner, Marco Blatter (Swiss Olympic Association), Jean-Paul Genoud (Hotela Schweiz), Urs Hammer (McDonald's Schweiz), Heinz Keller (Bundesamt für Sport), Barbara Rigassi-Schneeberger (seco), Jean-Pierre Seppey (internationaler Volleyballverband) sowie Adrian Studer (Bernisches Amt für Wirtschaftliche Entwicklung).

Der Verwaltungsrat wird konstituiert, sobald die Kandidatur Anfang Februar beim IOC angemeldet worden ist.

Absichtserklärungen der Kantone

Von den Austragungsorten in den Kantonen Bern, Waadt, Freiburg, Wallis und Graubünden liegen entweder Absichtserklärungen für eine Beteiligung oder mündliche Zusicherungen einer Absichtserklärung vor. Von den angefragten Austragungs-Kantonen steht einzig die Zusage von Freiburg aus.

Die Freiburger Behörden behandeln das Geschäft noch in dieser Woche. Der Bundesrat wird sich voraussichtlich an seiner ersten Sitzung im neuen Jahr damit befassen.

Weniger Geld vom Bund

Projektleiter Dres von Weissenfluh gab am Donnerstag auch Änderungen in Sachen Finanzierung bekannt. Der Anteil des Bundes von ursprünglich 90 Mio. Franken an den Investitionskosten wurde auf 39 Millionen gesenkt. Auch die Austragungskantone bezahlen je 39 Mio. Franken. Die restlichen 78 Mio. Franken sollen von Dritten übernommen werden.

Die Kosten für die Kandidatur selber belaufen sich voraussichtlich auf rund 12 Mio. Franken. Bisher lägen Absichtserklärungen verschiedener Sponsoren vor, sagte von Weissenfluh. Eine genaue Höhe der Zusagen sei zur Zeit noch nicht möglich. Er schätze aber, dass zur Zeit rund vier bis sechs Mio. Franken zusammenkämen.

In Bezug auf die Austragungs-Orte schloss von Weissenfluh nicht aus, dass es noch zu Veränderungen kommt, "wenn wir sehen, dass wir mit einer Alternative bessere Chancen haben".

swissinfo und Agenturen

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