Navigation

Skiplink navigation

"Gesten der Freiheit" im Kunstmuseum St. Gallen

Unter dem Titel "Gesten der Freiheit" zeigt das Kunstmuseum St. Gallen derzeit 63 Werke europäischer Nachkriegsmalerei aus der "Sammlung T" des Anfang Jahr verstorbenen Teufner Tierarztes Paul Bachmann. Die Ausstellung dauert bis zum 10. September.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juli 2000 - 16:22 publiziert

Die Ausstellung umfasst knapp die Hälfte der privaten "Sammlung T", die von Bachmann zwischen 1962 und 1977 zusammengetragen wurde. Schwerpunkte bilden Werkgruppen von Serge Poliakoff (1900-1969), Antoni Tàpies (geboren 1923), Mark Tobey (1890-1976) oder Hans Hartung (1904-1989).

Mit Karel Appel, Jean Dubuffet, Jean Fautrier, Asger Jorn, Manolo Millares, Joan Mirò, Jean-Paul Riopelle, Emil Schumacher, Pierre Soulages, Maria Helena Vieira da Silva oder Fritz Winter sind daneben weitere grosse Künstlerinnen und Künstler der nicht gegenständliche Kunst vertreten.

Diesen Werken wurden als "Störelemente" - so Konservator Roland Wäspe - die beiden gegenständlichen Bilder "Buste de Femme" (1942) und das Spätwerk "Deux Personnages" (1968) von Pablo Picasso gegenüber gestellt. Hinzu kommen einzelne monumentale Werke der Amerikaner Al Held, Robert Motherwell und Kenneth Noland.

Poliakoff als Ausgangspunkt

Ausgangspunkt der "Sammlung T" bildeten zwei Werke von Serge Poliakoff, die Paul Bachmann 1962 in St. Gallen erwarb. Ihr Vater habe damals etwas Passendes für das moderne Wohnhaus der Familie in Teufen gesucht, erinnerte sich seine Tochter Anna-Barbara Lutz- Bachmann bei der Ausstellungspräsentation.

In den folgenden 15 Jahren entstand eine Kollektion, die "in seltener Geschlossenheit zentrale Positionen der europäischen Nachkriegsmalerei vereint", wie Wäspe betonte. Typisch für das Sammeln von Paul Bachmann sei dessen Engagement für das aktuelle Kunstschaffen gewesen.

Kollektion systematisch erweitert

Die Grundstruktur der Sammlung bildeten Gemälde, die der Tierarzt im Jahr ihrer Entstehung oder kurz danach kaufte. Diese Kernbestände habe Bachmann dann strategisch zu zusammenhängenden Ensembles ausgebaut, so der Konservator.

Paul Bachmann selbst gab vor seinem Tod noch den Anstoss zur aktuellen Ausstellung in St. Gallen. Roland Wäspe bezeichnete die Hommage als "grosse Chance", eine Sammlung zu sehen, über die in den letzten Jahren viel geschrieben worden sei.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen