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"Heisse" Engländer - nächste Gegner der Schweiz

Ob die Schweizer Fans mit ihren Trikots am Donnerstag die Engländer einschüchtern können?

(Keystone)

Auch nach dem Unentschieden gegen Kroatien hat die Schweizer Equipe ihre Hoffnungen auf den Viertelfinal an der Euro 2004 noch nicht aufgegeben.

Die Aufgabe vom Donnerstag scheint aber fast unlösbar, denn die Engländer benötigen nach der schmerzlichen Niederlage gegen Frankreich die vollen drei Punkte.

"Ich weiss nicht, ob sich das Remis für die Schweiz als Vor- oder Nachteil erweist", blickt Coach Köbi Kuhn am Sonntag auf den weiteren Verlauf des Turniers. "Eines ist aber sicher: Ich bin stolz auf meine Spieler, denn sie haben Charakter gezeigt."

Mit diesem Satz verwies er auf die momentane Stärke der Schweizer Mannschaft: Den ausgezeichneten Teamgeist, welcher alle Spieler am gleichen Strick ziehen lässt.

Ein Punkt gewonnen?

In den vergangenen Wochen hatte Kuhn seinen Spielern immer wieder gepredigt, dass ein Sieg gegen die Kroaten Bedingung sei, wenn der Traum vom Viertefinale wahr werden sollte. Und alle, sowohl die Spieler wie auf die Fans auf der Tribüne, glaubten am Sonntag an den Exploit auf dem Rasen.

Denn trotz der technischen Qualitäten der Spieler wie Šokota, Pršo und Klasnic ist Kroatien nicht mehr so stark einzustufen wie noch vor einigen Jahren. Damals gewann die Mannschaft um die Stars Prosinecki, Boban, Suker oder Boksic an der Weltmeisterschaft 1998 gar die Bronzemedaille.

Umstellung in Sekundenschnelle

Am Sonntag veränderte sich die Ausgangslage nach dem Platzverweis gegen Johann Vogel zu Beginn der zweiten Halbzeit aber schlagartig: Statt Sieg hiess nun die Devise der Schweizer Mannschaft plötzlich: "Nur nicht verlieren!"

"Unter diesen Umständen können wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Wir hatten ja sogar mehrere Chancen, den Match zu gewinnen", bilanziert Fabio Celestini, der nach Vogels Abgang für Chapuisat auf das Spielfeld kam.

Ins gleiche Horn bläst auch Abwehrkollege Stéphane Henchoz: "Das ist ein gewonnener Punkt, denn mit dem Unentschieden halten wir unser Schicksal weiter in den eigenen Händen." Gegen die Kroaten in numerischer Unterlegenheit zu spielen, sei wirklich eine "komplizierte Aufgabe" gewesen, so Henchoz weiter.

"Heisse" Engländer

Der Verteidiger von Liverpool fürchtet aber schon jetzt das schwere Spiel vom Donnerstag: "Wollen wir gegen die Engländer bestehen, müssen wir das Niveau unseres Spiels klar heben."

Nach der überaus schmerzlichen Niederlage gegen die Franzosen im Startmatch – Zidane hatte erst in den allerletzten Minuten die 1:0-Führung in ein 1:2 gedreht – sind die englischen Stars um Beckham, Owen und Rooney heiss auf eine Revanche.

"Wir haben nun Zeit, uns auf diese schwere Partie vorzubereiten", versichert der Schweizer Raphaël Wicky, der gegen die Kroaten einen ausgezeichneten Match gespielt hat. "Die Moral bei uns ist hervorragend, und wir wissen, dass die Aufgabe lösbar ist."

Zur Erinnerung: An der EM 1996 haben die Schweizer Fussballer im Wembley-Stadion den Briten die Stirn geboten und ihnen ein 1:1-Remis abgetrotzt.

swissinfo, Mathias Froidevaux aus Leiria
(Übertragung aus dem Französischen: Renat Künzi)

In Kürze

Wie 1996 startete die Schweiz mit einem Remis in die EM-Finalrunde.

Das Unentschieden gegen Kroatien war das erste offizielle Aufeinandertreffen der beiden Equipen.

In den 15 Jahren nach Erreichen der Unabhängigkeit nimmt Kroatien bereits zum vierten Mal an einem Fussball-Grossanlass teil (Euro 1996 und 2004, WM 1998 und 2002).

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Fakten

Im ersten Spiel der Gruppe B erreichte die Schweiz gegen Kroatien ein 0:0-Unentschieden.
In der zweiten Partie schlugen die Franzosen England 2:1. Zinedine Zidane erzielte beide Treffer kurz vor Schluss.

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