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"Medienbarometer": Internet auf Vormarsch

Elektronische Medien machen in der Schweiz im Vergleich zu den Printmedien immer mehr Boden gut. Laut den Resultaten des neusten Medienbarometers bleiben das Radio und das Fernsehen die Publikumslieblinge.

Dieser Inhalt wurde am 07. Juni 2000 - 16:07 publiziert

Das Radio hält seine Führungspostition mit 73 Prozent regelmässiger Nutzung vor dem Fernsehen (62 Prozent). Die langsame aber stetige Erosion bei den Tageszeitungen (56 Prozent) setzt sich fort, ebenso wie bei den Wochenzeitungen (38 Prozent). Insbesondere in der Deutschschweiz ist die Abnahme schmerzlich, wie es im am Mittwoch (07.06.) veröffentlichten Medienbarometer heisst.

Dennoch liegt die Nutzung der Tageszeitungen mit 58 Prozent in der Deutschschweiz über dem Schnitt. Radio wird von 74, Fernsehen von 60 Prozent der Befragten regelmässig genutzt. An vierter Stelle folgen beim Deutschschweizer Publikum mit 47 Prozent die erstmals erfassten Gratiszeitungen, noch vor dem Internet mit 38 und den Wochenzeitungen mit 37 Prozent.

Internet auf dem Vormarsch

Das Internet kann in der ganzen Schweiz einen unaufhaltbaren Vormarsch ( 14 Prozent) verzeichnen. 37 Prozent aller Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz loggen sich regelmässig ins Internet ein. Das Internet ist von einem Phänomen zu einem Medium wie jedes andere geworden.

Die Entwicklung des Internets könnte den ganzen Umgang der Öffentlichkeit mit den Medien verändern, meint Gilles Marchand von Ringier. Internet, Radio und Fernsehen hätten nämlich eines gemeinsam: sie informierten in realer Zeit, während die Printmedien Neuigkeiten von gestern verbreiteten.

Printmedien zur Information

Dennoch bleiben die Tageszeitungen das Informationsmedium Nummer eins. Drei Viertel der Befragten kaufen Zeitungen, um sich zu informieren. Fernsehzuschauer und Radiohörer hingegen erwarten von ihrem Medium in erster Linie, unterhalten zu werden.

Überraschenderweise geben jedoch auch von den Internet-Benutzer rund 60 Prozent an, in erster Linie Informationen zu suchen. Die Glaubwürdigkeit des Internets hat mittlerweile auf nahezu 60 Prozent zugenommen. An erster Stelle in Bezug auf die Glaubwürdigkeit liegt jedoch weiterhin Teletext mit 85 Prozent.

An zweiter Stelle liegt das Radio mit 77, gefolgt von den Printmedien mit 71 und dem Fernsehen mit 68 Prozent. Damit liegen die Medien in Bezug auf die Glaubwürdigkeit noch vor dem Bundesrat (65 Prozent), den Kirchen (45 Prozernt) und den Parteien (23 Prozent).

Das Medienbarometer analysiert seit 1995 jährlich die Situation der Schweizer Medien. Das Medienbarometer 2000 wurde vom Genfer Institut "érasm" im Auftrag von Ringier Westschweiz erstellt. 1025 Personen aus der ganzen Schweiz wurden im Februar und im März befragt.

swissinfo und Agenturen

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