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'Neuer' GM-Konzern legt heute erstmals Quartalszahlen vor

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 07:00 publiziert

DETROIT/RÜSSELSHEIM (awp international) - Die Opel-Mutter General Motors (GM) gibt heute (Montag/1300) erstmals nach ihrem Neustart wieder Einblick in ihre Geschäftszahlen. Konzernchef Fritz Henderson will Eckdaten für das dritte Quartal präsentieren - auch für das Europa-Geschäft um Opel. Nach Milliardenverlusten in den vergangenen Jahren wird erneut mit einem Minus gerechnet.
Mit Spannung werden auch Aussagen zum Sanierungskurs für die deutsche Tochter Opel erwartet. Die Vorstellung der Zahlen wird auch live im Internet übertragen.
Da GM nicht mehr an der Börse notiert ist, muss das Unternehmen eigentlich auch keine Bilanzzahlen mehr preisgeben. Allerdings soll der Autobauer möglichst rasch wieder an den Aktienmarkt zurückkehren, damit die Milliarden an Staatshilfen schneller zurückgezahlt werden. Deshalb soll es schon frühzeitig mehr Transparenz für Anleger geben.
GM ist mit rund 50 Milliarden Dollar an Staatshilfen gerettet worden. Dafür bekam die Regierung nach einer Blitz-Insolvenz im Juni die Mehrheit an dem Unternehmen. In den vergangenen Jahren schrieb GM Verluste von mehr als 80 Milliarden Dollar. In dem Insolvenzverfahren warf das Unternehmen viel Ballast ab, der Autoabsatz in den vergangenen Monaten dürfte aber nicht ausgereicht haben, um das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zu heben.
Zuletzt hatte noch der "alte" GM-Konzern regulär Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres vorgelegt. Es gab einen Verlust von sechs Milliarden Dollar. Das Europageschäft um Opel fuhr einen Vorsteuerverlust von 2,0 Milliarden Dollar ein.
Der US-Konzern macht bei der Opel-Sanierung und dem Managerwechsel Tempo. Bis Ende des Jahres soll ein neuer Aufsichtsratschef für Opel gefunden sein, berichtete die "Welt am Sonntag". Mindestens zwei Kandidaten stünden für den Posten zur Wahl.
Die deutsche Tochter wird durch den Umzug der Europa-Zentrale von GM nach Rüsselsheim aufgewertet. "Wir wollen damit die Marke Opel und den Standort stärken", sagte ein Unternehmenssprecher der dpa./hs/fd/so/DP/zb

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