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"Schande von Basel"-Prozess eröffnet

26 mutmassliche Fussballhooligans müssen sich für Ausschreitungen vor und nach dem meisterschaftsentscheidenden Spiel FC Basel gegen FC Zürich vom 23. Mai 2006 im Basler St. Jakob-Park verantworten.

Das als "Schande von Basel" in die Fussballannalen eingegangene Spiel endete damals mit einem 2:1-Sieg für den FC Zürich, der damit die Meisterschaft in dieser allerletzten Partie für sich entschieden hatte.

Unmittelbar nach dem Abpfiff waren teilweise vermummte Chaoten ins Stadion eingedrungen und stürmten das Spielfeld. Mit Faustschlägen und Fusstritten traktierten sie Spieler und Funktionäre des FCZ.

Die Polizei setzte Gummischrot ein. Insgesamt wurden 115 Personen verletzt, darunter vier Polizisten und etliche Matchbesucher. In und um das Stadion wurde ein Sachschaden von über 400'000 Franken verursacht.

Vor dem Strafgericht müssen sich nun 26 mutmassliche Randalierer im Alter zwischen 21 und 50 Jahren verantworten. Angeklagt werden sie unter anderem wegen versuchter einfacher Körperverletzung mit gefährlichen Gegenständen, Landfriedensbruch, qualifizierte Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie mehrfache Gefährdung des Lebens, unbefugten Verkehr mit pyrotechnischen Gegenständen und qualifizierten Sachbeschädigungen.

Der Prozess ist auf neun Tage angesetzt.


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