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"Sesam öffne dich": Klick ins Internet für alle

Die Tour-de-Clic.ch will älteren Menschen den Einstieg ins Internet erleichtern.

(Keystone)

Am Freitag ist in Biel der Startschuss zur "Tour-de-Clic" erfolgt. Im Info-Mobil des Bundesamtes für Kommunikation können Menschen das Internet kennen lernen.

Die Kampagne richtet sich vor allem an ältere Menschen, Migranten und Personen mit geringer Bildung.

Mit seiner Kampagne will das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine breitere Internetnutzung der Bevölkerung in der Schweiz fördern. Die "Tour-de-Clic.ch" soll insbesondere ältere Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Personen mit geringer Bildung ansprechen, wie das BAKOM beim Start der Kampagne am Freitag in Biel bekannt gab.

Menschen, die das Internet noch nie genutzt haben, will der Bund mit dem mobilen Internet Café einen "niederschwelligen Erstkontakt mit dem Medium ermöglichen". Sie sollen je nach persönlichen Interessen erfahren, wo und wie sie auf dem Netz Informationen und Dienstleistungen finden können.

Online-Fahrplan und Behördenseiten

Beispiele sind die Abfrage von Behördeninfos, Online-Fahrplänen oder Ratgeberseiten. Zudem weist das Team von "Tour-de-Clic.ch" die Besuchenden auf lokale und regionale Schulungs- und Kursangebote sowie öffentlich zugängliche Computer (PC) hin.

In der Schweiz werden PCs und Internet laut BAKOM zunehmend genutzt. Dies treffe aber nicht für alle Bevölkerungsschichten in gleicher Weise zu. 77 Prozent Hochschulabsolventen nutzten das Internet regelmässig, aber nur 25 Prozent der Personen mit obligatorischer Schulbildung.

Hemmschwelle mit den Alter

60 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner nutzen das Medium ab und zu, 45 Prozent mehrmals pro Woche. Bei 20- bis 29-Jährigen nutzen über 65 Prozent regelmässig das Internet, bei den über 50-Jährigen sind es dagegen nur 22 Prozent.

Skeptische MigrantInnen-Organisation

Jürg Schertenleib von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe setzt einige Fragezeichen hinter die BAKOM-Kampagne. "Das Projekt ist für Migrantinnen und Migranten nicht sehr attraktiv. Auf dem Netz ist es beispielsweise nur in Deutsch, Französisch und Italienisch vorgestellt", sagte Schertenleib gegenüber swissinfo. Er bezweifelte, ob das Projekt genügend nahe bei Migranten ist.

"Für mich stellt sich auch die Frage, ob ältere Menschen und Migranten, die meist jünger sind, zusammen angesprochen werden können. Es sind zwei unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten."

Besser findet er beispielsweise die Initiative "Nachbarschaftshilfe" in Genf. Dort soll die Bevölkerung eines ganzen Quartiers einen leichteren Einstieg ins Internet erhalten. "Das liegt sehr viel näher bei den Leuten, als mit einem Wagen durch die Schweiz zu fahren", so Schertenleib.

Im Rahmen von Informationsgesellschaft Schweiz

Die Kampagne des BAKOM ist Teil der bundesrätlichen Strategie für eine Informationsgesellschaft Schweiz. Diese schreibt in ihren Grundsätzen den chancengleichen Zugang aller zu Neuen Informations- und Kommuniktations-Technologien (NIKT) fest.

Tour-de-Clic wird von der Koordinationsstelle Informationsgesellschaft des BAKOM durchgeführt und von der Bundeskanzlei sowie dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie mitgetragen. Partner-Organisationen sind unter anderen Pro Senectute, Seniorenweb.ch und verschiedene Senioren-Universitäten.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Zielgruppe sind Senioren, Migranten und Menschen mit geringer Bildung.
77% der Hochschulabsolventen nutzen das Internet
Von den Personen mit obligatorischer Schulbildung sind es nur 25%
Von den über 50 Jährigen surfen nur 22% regelmässig.
Bei den 20 bis 29-Jährigen sind es über 65%.

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