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"Wir lieben die Bahn"

Bundesrat Moritz Leuenberger (Mitte) begrüsst bei der SBB-Railgala in Olten Swiss-Chef André Dosé (rechts) als ebenfalls nationalisierte Gesellschaft. SBB-Chef Benedikt Weibel (links) scheints zu gefallen.

(Keystone)

100 Jahre SBB: Mit einer Galaveranstaltung im Industriewerk Olten feierten die Schweizerischen Bundesbahnen am Samstag diesen Geburtstag.

Extrazüge haben 500 Geburtstagsgäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur auf einer Sternfahrt nach Olten gebracht. Nach dem Gala-Diner, das Bundesrat Moritz Leuenberger und SBB-Verwaltungsrats-Präsident Thierry Lalive d'Epinay mit Festreden umrahmten, kulminierte das Geburtstagsfest um 20 Uhr in der Livesendung "Happy Birthday SBB" des Schweizer Fernsehens DRS.

Viele Promis

Zu den Talkgästen gehörten neben Bundesrat Leuenberger auch SBB-Chef Benedikt Weibel sowie Swiss-Boss André Dosé. In kurzen Filmeinspielungen wurde die wechselvolle Geschichte der SBB gezeigt.

Daneben erzählten Menschen in fünf "Bahngeschichten", wie die SBB ihr Leben ganz direkt beeinflusst hatten: So wurde etwa eine der Erzählenden auf der Bahnhofbrücke vor dem Bahnhof Bern geboren, andere hatten die Liebe ihres Lebens in einem SBB-Wagon kennengelernt.

Stars wie Sina, Polo Hofer und Pepe Lienhard sorgten für musikalische Unterhaltung. Als Überraschungsgast trat der Skispringer Simon Ammann auf.

"Nicht auf dem Abstellgleis landen"

In seiner Rede an der "Railgala" betonte Verkehrsminister Moritz Leuenberger, das Schicksal der SBB gleiche jenem der Schweiz: Beide müssten ständig Neues wagen und "Schwellenängste überwinden, um nicht auf dem Abstellgleis zu landen". Weder für die Bahn noch die Schweiz gelte das SBB-Warntäfelchen "Nicht hinauslehnen!".

Die SBB stehe für Werte, die auch das Selbstverständnis der Schweiz kennzeichneten, sagte Bundesrat Leuenberger weiter: Die Pflege der Mehrsprachigkeit, der Nachhaltigkeit und des Service Public führten dazu, dass "wir Schweizerinnen und Schweizer die Bahn mit fast schon patriotischen Gefühlen lieben".

Trotz der Freude über die 100-jährige Erfolgsgeschichte der Bahn bleibe im Verkehrsbereich noch viel zu tun, mahnte Leuenberger. Das wahre Problem sei dabei aber nicht der alljährliche Osterstau am Gotthard, sondern die täglichen Staus in den Agglomerationen; das knappe Geld müsse daher vor allem in den Vororten für Strassen-, Tram- und S-Bahnprojekte eingesetzt werden.

"Mehr als ein Transportunternehmen"

SBB-Verwaltungsratspräsident Thierry Lalive d'Epinay zeigte sich in seiner Begrüssungsrede überzeugt, dass die "SBB stets mehr waren und sind als ein Transportunternehmen, das Menschen menschlich und Güter gut befördert". Die SBB seien vielmehr Synonym für Schweizer Qualität und wesentlicher Garant von Lebensqualität im ganzen Land.

Auch wenn die SBB "eigentlich alles richtig machen, können sie es nicht allen recht machen", erklärte Lalive d'Epinay. Die Bahn sei "öffentliches Gut und damit ein Kompromiss". Dennoch gehöre die Zukunft der Bahn: Während Strassen und Flugräume an ihre Grenzen stiessen, erhöhten die SBB ihre Kapazitäten ständig.

Bereits heute leiste eine Doppelspur der Bahn mehr als eine sechsspurige Autobahn, gab Lalive d'Epinay zu bedenken. Gerade mit den neuen Alpentransversalen und der verstärkten internationalen Vernetzung könnten die SBB so weiterhin als "wichtigstes Instrument der Schweizer Verkehrspolitik" funktionieren.

swissinfo und Agenturen


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