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1. Welttag für eine wenig beachtete Krankheit

Das Immunsystem von Lupus-Erkrankten produziert Zellen, die den eigenen Körper angreifen. (Bild: Nigata Universtität)

"Lupus Erythematodes" heisst die Autoimmun-Krankheit, an der weltweit mindestens fünf Millionen Menschen leiden.

Patientinnen und Patienten auch in der Schweiz hoffen, dass der erste "Welt-Lupus-Tag" vom Montag mithilft, auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

"Lupus ist eine Krankheit, welche das Immunsystem angreift. Wie der Wolf - von dem sie ihren Namen hat - lässt die Krankheit nie mehr von ihrem Opfer los", sagt Britta Krismer von der "Schweizerischen Lupus Erythematodes Vereinigung" (SLEV).

Das Immunsystem hat die Aufgabe, den Körper zu schützen, indem es Abwehrstoffe gegen Bakterien und Viren produziert.

Leidet eine Person an der Lupus-Krankheit, produziert das Immunsystem jedoch Abwehrstoffe, welche die eigenen, gesunden Zellen angreifen und zerstören. Dies kann zu Gewebeschäden, Organ-Versagen, Invalidität oder gar zum Tod führen.

Schwierige Diagnose

"Lupus ist wie ein Chamäleon. Die Krankheit nimmt viele verschiedene Formen an und kann alle Teile des Körpers angreifen", erklärt Krismer. "Sie kann die Haut oder die Knochen, aber auch lebenswichtige Organe wie das Herz oder die Niere angreifen." Weil die Krankheit in so vielen Formen auftrete, würde sie oft erst Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert.

Die Lupus-Kranken litten neben den üblichen Belastungen einer chronischen Krankheit aber auch an weiteren Tatsachen, schreibt die SLEV. Sie seien von einer Krankheit betroffen, die in der Öffentlichkeit wenig bekannt und schwer erklärbar sei.

Hier soll der erste weltweite Lupus-Tag etwas Abhilfe schaffen und Aufklärung betreiben.

Keine Heilung trotz Spitzenmedizin

Ungefähr drei von 100'000 Menschen leiden in der Schweiz an Lupus. In Afrika und Asien dürfte die Zahl viel höher liegen. Am meisten betroffen sind Frauen zwischen 15 und 45 Jahren.

Es gibt bis heute keine Heilung für diese Krankheit. Die Ärzte können nur die Symptome behandeln. Dabei kommen starke Medikamente gegen Malaria und Cortison zum Einsatz. Diese sind allerdings für ihre starken Nebenwirkungen bekannt.

"Glücklicherweise haben wir in der Schweiz sehr gute Mediziner, die an der Heilung der Krankheit forschen", sagt Krismer. "Aber die Öffentlichkeit muss noch mehr über diese gravierende Krankheit erfahren."

swissinfo, Vanessa Mock
(Übertragung aus dem Englischen: Philippe Kropf)

Fakten

"Lupus Erythematodes":
Autoimmun-Krankheit mit chronischem Charakter
Jährlich 100'000 Neu-Erkrankte weltweit
Vor allem Frauen zwischen 15 und 45 Jahren
10. Mai ist "Welt-Lupus-Tag".

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In Kürze

Jedes Jahr erkranken weltweit rund 100'000 Menschen an der Krankheit "Lupus Erythematodes".

Diese Autoimmun-Krankheit kann verschiedene Formen annehmen und mit dem Tod enden.

Auslöser sollen defekte Gene, Infektionen oder gewisse Antibiotika sein.

Die Patientinnen und Patienten leiden neben der Krankheit auch an der Unbekanntheit der Krankheit in der Öffentlichkeit.

Deshalb findet am 10. Mai 2004 der erste "Welt-Lupus-Tag" statt.

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