130 Millionen Franken für die Kulturstiftung Pro Helvetia

Die Stiftung Pro Helvetia kann ihren kulturellen Auftrag in den nächsten vier Jahren mit einem Budget von 130 Millionen Franken erfüllen. Nach dem Ständerat stockte am Montag (6.12.) auch der Nationalrat den bundesrätlichen Kredit um zwei Millionen auf.

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 1999 - 14:03 publiziert

Die Stiftung Pro Helvetia kann ihren kulturellen Auftrag in den nächsten vier Jahren mit einem Budget von 130 Millionen Franken erfüllen. Nach dem Ständerat stockte am Montag (6.12.) auch der Nationalrat den bundesrätlichen Kredit um zwei Millionen auf. Damit können die Antennen in Mittel- und Osteuropa weitergeführt werden.

Es sei sinnvoll, die neue Legislatur mit einer Kulturdebatte zu beginnen, sagte Kommissionssprecher Franco Cavalli (SP/TI). Die Stiftung sei zusammen mit dem Bundesamt für Kultur eine sehr wichtige Kulturförderin. Kultur müsse unterstützt und gefördert werden, forderte Bundespräsidentin Ruth Dreifuss. Diese Stiftung biete Gewähr dafür, dass es keine staatlich verschriebene Kultur gebe. Im Rat waren sich alle über die Wichtigkeit der Kulturförderung einig. Die Grosse Kammer folgte dem Antrag der Kommissionsmehrheit sowie dem Ständerat und sprach sich mit 151 zu neun Stimmen für 130 Millionen Franken aus.

Für ein Land, das sich durch eine grosse sprachliche und kulturelle Vielfalt auszeichne und über zahlreiche Kulturschaffende verfüge, dürfe Kultur nicht nur Angelegenheit von ein paar Sponsoren oder Mäzenen sein, sagte der Basler Johannes Randegger im Namen der FDP-Fraktion. Pro Helvetia sei die eigentliche Kulturantenne des Bundes, betonte Rosmarie Dormann (CVP/LU). 'Gäbe es die Stiftung nicht, müssten wir sie heute erfinden', sagte Dormann. Harsche Kritik erntete die Stiftung von der SVP. Heute würden 60 Prozent der Mittel im Ausland und nur 40 Prozent im Inland eingesetzt. 'Mir wäre lieber, es wäre umgekehrt', sagte Peter Föhn (SZ). Der gelebten Volkskultur müsse mehr Beachtung geschenkt werden. Vreni Müller-Hemmi (SP/ZH) warnte, die Pro Helvetia sei eigentlich ausser Stande, ihren kulturpolitischen Auftrag befriedigend zu erfüllen.

Der Bundesrat wollte der Pro Helvetia für die Jahre 2000 bis 2003 ursprünglich 128 Millionen Franken zur Verfügung stellen. Die Pro Helvetia selbst hatte 164 Millionen Franken beantragt.

SRI und Agenturen

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