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1307: Die drei Tage des Wilhelm Tell

Tell’s Abenteuer bestehen aus einigen wenigen Heldentaten: Der rechtschaffene Jäger Wilhelm Tell aus Uri ist ein angesehener Familienvater und ausgezeichneter Armbrustschütze. Am 18. November 1307 begibt er sich nach Altdorf, an den Hauptort von Uri. Dort geht der stolze Bergler achtlos und ohne die gebotene Ehrbezeugung am Gesslerhut vorbei. Der Landvogt hatte den Hut als Symbol der kaiserlichen Autorität auf dem Dorfplatz an einen Stab gehängt; wer sich nicht davor verbeugte, riskierte die Todesstrafe oder den Verlust von Hab und Gut.

Am Tag darauf verspricht Gessler Tell, ihn am Leben zu lassen, wenn er den Apfel auf dem Kopf seines Söhnchens Walter trifft. Der Schuss gelingt, doch hat Tell für den Fall, dass etwas schief geht, einen zweiten Pfeil unter seiner Kutte versteckt, um Gessler zu töten. Er wird verhaftet und auf ein Schiff verfrachtet, das ihn zum Gefängnis bringen soll. Als auf dem See ein Sturm losbricht, wird Tell losgebunden und ans Ruder gesetzt. Am Ziel angekommen, rettet er sich ans Ufer und versetzt dem Boot einen kräftigen Stoss auf den See hinaus. Am dritten Tag versteckt sich Tell hinter einem Baum an der "Hohlen Gasse", die vom Gotthard nach Zürich führt, und tötet Gessler.

Abgesehen von diesen drei entscheidenden Tagen ist über den Freiheitshelden nichts bekannt. Die historischen Dokumente schweigen sich aus. Doch die Geschichte ist plausibel: Der Widerstand gegen die Habsburger ist keine Erfindung. Und dank der Tatsache, dass unrealistische Elemente fehlen, ist die Angelegenheit durchaus glaubwürdig.

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