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20 Jahre im Takt

Blick auf den 'Taktfahrplan' im Hauptbahnhof Zürich.

(Keystone)

Die Schweizerischen Bundesbahnen feiern ihren Taktfahrplan. Die Reisenden - auch die der Privatbahnen - begrüssen die immer gleichen Abfahrts- und Ankunftszeiten.

"Beim Taktfahrplan fahren die öffentlichen Verkehrsmittel in der Schweiz in einem immer gleichen, genau definierten Zeitintervall zur immer gleichen Minute der jeweiligen Stunde." So wird die Wortschöpfung "Taktfahrplan" offiziell erläutert.

Eingeführt wurde er landesweit am 23. Mai 1982. Seither gehört er zu einem unverzichtbaren Qualitätselement des öffentlichen Verkehrs. Der Taktfahrplan garantiert leichte Merkbarkeit des Fahrplanes, optimale Gestaltung der Anschlüsse in den Umsteigestationen, ein aufeinander abgestimmtes Angebot aller öffentlichen Verkehrsmittel und Verbindungen zu jeder Stunde in fast alle Ortschaften der Schweiz.

Fast alle sind dabei

Mit der Inbetriebnahme der Zürcher S-Bahn folgte 1990 ein grosser Ausbauschritt im Agglomerations-Verkehr. 1997, 1999 und 2001 gab es Fahrplan-Verdichtungen um jeweils drei bis vier Prozent. Insgesamt wuchs die tägliche Kilometerzahl von Reise- und Güterzügen im SBB-Netz seit 1982 um 35 Prozent.

Der nächste grosse Ausbauschritt steht im Dezember 2004 mit der Eröffnung der Bahn-2000-Neubaustrecke Mattstetten - Rothrist bevor.

Spitzentechnologie

Das erste Konzept für einen nationalen Taktfahrplan war 1972 von drei jungen SBB-Planern entworfen worden, wie der heutige Direktor der Schiffsbetriebe Vierwaldstädtersee, Hans Meiner, als einer der "Väter" des Taktfahrplans sagte.

Die Anschlüsse in den Knotenpunkten sollten verbessert, durch Angebots-Verdichtungen mehr Fahrgelegenheiten geschaffen und die Fahrzeiten systematisiert werden. Dadurch konnten sich die Reisenden nicht nur die Abfahrtszeiten besser merken, es verkürzte sich auch die durchschnittliche Reisezeit.

Die SBB entwickelten laut SBB-Fahrplanchef Werner Wildener seither zusammen mit den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne Spitzentechnologien zur Fahrplanplanung und -umsetzung. Damit könnten die letzten Spielräume erkannt werden.

Die Schweiz war nicht die Nummer eins

Die SBB wurden beim Taktfahrplan von ausländischen Bahnen überholt. Laut Meiner führte Dänemark diesen bereits im Mai 1974 für Eisenbahn und Fährschiffe ein, und seit 1979 verkehrten Deutschlands IC-Züge im Stundentakt.

Herzstück des Schweizer Taktfahrplans und Drehscheibe des Schweizer Schienenverkehrs ist gemäss den Angaben der Hauptbahnhof Zürich. Dort fährt täglich 16 Mal in den Minuten vor der vollen Stunde rund ein Dutzend Züge ein und sie fahren in den Minuten danach wieder ab.

swissinfo und Agenturen

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