2004 besseres Wetter für Schokoladeindustrie

11,6 kg Schokolade essen Schweizerinnen und Schweizer pro Jahr. Keystone Archive

Die Schweizer Schokolade-Industrie zieht für 2004 eine bessere Bilanz als im Hitzejahr 2003.

Dieser Inhalt wurde am 08. Februar 2005 - 10:36 publiziert

Für dieses Jahr rechnen die Hersteller ebenfalls mit milderen Temperaturen, die den Verkauf von Schleckereien begünstigen könnten.

Schweizer Schokolade hat sich im vergangenen Jahr wieder besser verkauft. Die 18 Schweizer Schokoladehersteller haben ihren weltweiten Umsatz um 9,3% auf 1,365 Milliarden Franken erhöht. Mehr als die Hälfte der Produktion setzten sie im Ausland ab.

Hitzesommer überwunden

Auch auf dem Heimmarkt ging es aufwärts, erholte sich dieser doch vom Rückschlag aus dem Hitzejahr 2003. Die Menschen in der Schweiz konsumierten durchschnittlich 11,6 Kilogramm Schokolade, 0,3 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Im Rekordjahr 2001 waren es 12,3 Kilogramm gewesen.

Weltweit wurden 148'216 Tonnen Schweizer Schokolade verkauft, ein Plus von 6,1%. Der Inlandumsatz der Schweizer Fabrikanten stieg um 6,8% auf 814 Mio. Franken, wie der Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten Chocosuisse in einer Medienmitteilung vom Dienstag bilanziert.

Die Branche mit Aushängeschildern wie Lindt, Cailler oder Frey liegt insgesamt immer noch deutlich hinter den Werten früherer Jahre zurück. Zudem konsumieren immer mehr Schweizer ausländische Schokolade.

Der Anteil der Importschokoladen erhöhte sich zum vierten Mal in Folge und liegt nunmehr bei 26,4%.

Mässiges Oster- und Weihnachtsgeschäft

Erfreulich entwickelt hat sich laut Chocosuisse vor allem der Absatz von Schokolade-Pralinés (+15,4%), auch das volumenstärkste Segment der Tafelschokoladen konnte deutlich zulegen (+9,0%). Stagniert ist dagegen der Absatz von Riegeln und Stängeln sowie Saisonartikeln für Ostern und Weihnachten.

Im Ausland konnten die Schweizer Schokoladeproduzenten ihren Absatz um 13,3% auf 551 Mio. Franken steigern. Das grösste Wachstum gab es in den Staaten Mitteleuropas sowie in den meisten Ländern Nord- und Südamerikas.

An der Spitze der über 130 Exportmärkte steht aber weiterhin mit grossem Abstand Deutschland mit einem Exportanteil von 20%. Es folgen Frankreich und Grossbritannien (je 11%) sowie die USA (8%). 2003 hatten die Exporte mit einem Anteil von 51,1% erstmals die im Inland abgesetzte Menge übertroffen.

Handelserleichterungen mit der EU

Für das laufende Jahr hoffen die Schweizer Schokoladefirmen auf mehr Touristen in der Schweiz und auf mässige Sommertemperaturen. Mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten wollen sie ihren Marktanteil am Inlandkonsum halten, wie der Branchenverband schreibt.

Die Exporte dürften nochmals markant steigen, nicht zuletzt dank dem seit Anfang Monat geltenden revidierten Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (EU). 2003 war der Umsatz der Schweizer Schokoladeindustrie noch um 2,4% auf 1,248 Mrd. Franken gesunken.

Wieder zugenommen hat auch der Personalbestand, und zwar von 3935 auf 4390 Beschäftigte. Ein wichtiger Grund ist jedoch, dass nicht mitgezähltes Temporärpersonal durch Festangestellte ersetzt wurde.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Schokolade-Verkauf 2004: 148'216 Tonnen (+6,1% gegenüber 2003)
Umsatz: 1,4 Mrd. Fr. (+9,3%)
Fast 53% der Schokolade geht in den Export
Chocosuisse besteht aus 18 Schokoladeherstellern

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In Kürze

Chocosuisse, der Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten, wurde 1901 gegründet. Er hiess ursprünglich "Union libre des fabricants suisses de chocolat".

Er umfasst 18 in der industriellen Fertigung von Schokolade und Schokolade-Erzeugnissen tätige Unternehmen sowie die bedeutendsten Importeure von Fertigprodukten.

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