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3'000 Personen demonstrierten für Frieden

Ganz einfach Frieden wünschten sich die Demonstrantinnen und Demonstranten in Zürich. Keystone

An der nationalen Friedenskundgebung am Freitagabend in Zürich haben rund 3'000 Personen teilgenommen. Nach den Attentaten in den USA demonstrierten sie gegen einen drohenden Krieg und für einen gerechten Frieden. Am Samstag kam es auch in Bern und St. Gallen zu Friedensdemonstrationen von mehreren hundert Menschen.

Dieser Inhalt wurde am 29. September 2001 - 22:59 publiziert

An der Kundgebung auf dem Bürkliplatz wurde auch der Amoklauf im Zuger Kantonsparlament mit einbezogen. Dem Irrsinn der Gewalt müsse trotz der schrecklichen Ereignisse mit Besinnung entgegengetreten werden, sagte Mitinitiator Andres Brütsch bei seiner Begrüssungsrede.

Neben der Ansprache der Zürcher Stadträtin Monika Stocker kamen auch Vertreter verschiedener Religionen zu Wort. Dazwischen gab es musikalische Darbietungen, unter anderen von Pippo Pollina und Vera Kaa.

Stocker: "Allen eine Chance geben"

Die Welt sei seit dem 11. September anders - und seit dem Amoklauf im Zuger Kantonsrat vom Donnerstag noch viel mehr, sagte Stocker. Die Verwundbarkeit unserer Modernität sei nahezu "sinnlich wahrnehmbar" geworden. Ziel müsse es sein, die Perspektivenlosigkeit als Nährboden für Fanatiker aufzuheben und allen Menschen immer wieder zu Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu verhelfen.

Der Zürcher Pfarrer Ernst Sieber fragte: "Wo stehen wir Menschen? Wo ist diese viel gepriesene Humanität?" Wer Friede wolle, der wisse auch, dass er soziale Gerechtigkeit fordere.

50 Tauben freigelassen

Als Symbol für den Frieden liessen die Veranstalter 50 weisse Tauben frei. Vom Applaus der Anwesenden begleitet kreisten sie mehrere Male über dem Platz und flogen davon. In einem rund einstündigen Schweigemarsch zog die Menschenmenge unter dem Motto "Kein Krieg - Für einen gerechten Frieden" anschliessend durch die Zürcher Innenstadt wieder zum Bürkliplatz zurück.

Innert kurzer Zeit organisiert

Am Montag, 17. September, hatten zwei Privatpersonen die Idee, gegen den drohenden Krieg etwas zu unternehmen. Sie hätten darauf ein Mail verschickt und Hunderte von Zuschriften erhalten. Innerhalb von knapp zwei Wochen hätten sich verschiedene Organisationen aus der ganzen Schweiz zum Mitmachen entschlossen.

Auch in Delsberg fand gleichentags ein Umzug für den Frieden statt. Weitere Veranstaltungen sind am Samstag in St.Gallen und am Sonntag in Genf geplant. Gegen 1'000 Menschen nahmen bereits an einem Fackelumzug unter dem Motto "Kein Krieg den Kulturen" am Dienstag in Zürich teil.

swissinfo und Agenturen

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