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30 Jahre Frauenstimmrecht

Mehr als einzelne Farbtupfer: Der Frauen-Anteil im Schweizer Parlament beträgt immerhin 23 Prozent.

(Keystone Archive)

Vor 30 Jahren, am 7. Februar 1971, erhielten die Schweizer Frauen endlich das Stimmrecht auf nationaler Ebene. Es was ein Meilenstein hin zu gleichen Rechten für alle Schweizerinnen und Schweizer. Doch wirkliche Gleichstellung in politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebensbereichen wird wohl noch lange auf sich warten lassen.

Der Jahrestag sei sicher eine Gelegenheit zum Feiern. Nicht nur für die Frauen, sondern für die gesamte Gesellschaft. So Chiara Simoneschi-Cortesi, Präsidentin der eidgenössischen Kommission für Frauenfragen.

"Wir wissen, dass die Situation noch nicht perfekt ist", sagt Simoneschi. "Aber wenn man die Parlamente in andern europäischen Ländern anschaut - nicht in Nordeuropa, aber in Italien oder Frankreich - dann kommen die Schweizer Frauen recht gut weg."

Frauen halten 23 Prozent aller Parlaments-Sitze in der Schweiz. Damit liegt das Land an zehnter Stelle in Europa. Spitzenreiter ist übrigens Schweden mit 43 Prozent Parlamentarierinnen.

Der Frauenanteil ist während der letzten 30 Jahren angestiegen. Doch neue Trends legen nahe, dass heute weniger Frauen in die Politik einsteigen. So ist bei den Wahlen 1999 der Frauen-Anteil bei den Kandidierenden gesunken.

"Das ist keine positive Entwicklung", sagt Simoneschi. Und ebenfalls negativ bewertet sie, dass in verschiedenen Parteien der Frauen-Anteil auf den Wahllisten weiterhin niedrig ist. Schon seit mehreren Jahren arbeitet die Kommission für Frauenfragen mit Partei-Frauen zusammen, um gemeinsam der Forderung nach Listenplätze für Frauen mehr Gewicht zu verleihen.

Der bisherige Erfolg dieser Bemühungen: Auf erst 23 Prozent aller Parlaments-Stühle sitzen Frauen.

In Arbeitswelt ebenfalls untervertreten

"Frauen sind im höheren Management weiterhin klar untervertreten", fasst Chiara Simoneschi-Cortesi die Situation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Zudem arbeiteten viele Teilzeit, was Probleme mit den Sozialversicherungen mit sich bringe. Und nicht vergessen dürfe man auch: "Noch immer gibt es in der Schweiz keine garantierte Mutterschafts-Versicherung."


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