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300 Mio. Franken für 300'000 Holocaust-Überlebende

Für Präsident Rolf Bloch zeigte der Fonds eine solidarische Schweiz.

(Keystone Archive)

Der Schweizer Spezialfonds für Holocaust-Opfer beendet am Donnerstag seine fünfjährige Arbeit. Der Grossteil des Geldes ging an jüdische Organisationen.

Der Spezialfonds für Holocaust-Opfer war 1997 gegründet worden - während der Zeit also, als in der Schweiz und weltweit intensiv über die Rolle unseres Landes im Zweiten Weltkrieg diskutiert wurde.

Gespeist wurde der Fonds vor allem mit Geld der Nationalbank sowie weiteren Banken und Wirtschafts-Spenden. Dazu kamen weitere Spenden und Zinsen: Insgesamt belief sich die Summe auf 303 Mio. Franken.

Über 84 Prozent der zugeteilten Mittel flossen an etwa 255'000 jüdische Überlebende. Der Rest erhielten nicht-jüdische Verfolgte - etwa Sinti und Roma, Homosexuelle und politische Gefangene.

Die Begünstigten erhielten je 600 bis 2000 Franken. Sie sind meist zwischen 73 und 83 Jahren alt und leben in über 60 Ländern.

"In aller Bescheidenheit sind wir zufrieden, dass wir diese uns übertragene Aufgabe lösen konnten", sagte Rolf Bloch, Präsident des Fonds, am Donnerstagmorgen gegenüber dem Westschweizer Radio RSR.

Für ihn ging es bei der ganzen Arbeit der Fondsleitung nicht primär darum, dass die Schweiz ihr Image aufpolieren könne. Der Fonds sollte eher zeigen, dass es nicht bloss "die Schweiz des Geldes" gebe, "sondern auch eine solidarische Schweiz, die den Opfern Empathie entgegenbringt und sensibilisiert wurde".

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