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45 Prozent der Schweizer wählen eine höhere Franchise

Praktisch jede zweite Person hat bei der Krankenversicherung eine höhere Franchise (Selbstbehalt) gewählt als die ordentlichen 230 Franken. Am meisten wurde diese Wahl in der lateinischen Schweiz getroffen, wo auch die Prämien am höchsten sind.

Vor allem Junge und Gesunde setzen ihre Franchise herauf, schliesst das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) aus einer Statistik zu den wählbaren Franchisen. Gesamthaft sind es 45 Prozent aller Erwachsenen oder 2,5 Millionen.

Am stärksten verbreitet ist diese Praxis im Tessin und in der Westschweiz. Je höher die Prämie für ordentliche Versicherte liegt, desto häufiger wird eine höhere Franchise gewählt.

Den geringsten Anteil an wählbaren Franchisen weist der Kanton Graubünden auf mit 19 Prozent, den höchsten der Kanton Waadt mit 65 Prozent. In den Kantonen Jura, Genf, Neuenburg, Tessin, Bern und Freiburg hat über die Hälfte der Versicherten eine höhere Franchise gewählt.

Querfinanzierung - 600 Millionen

Nicht nur die Versicherten selbst profitieren von einer höheren Franchise. Da sie grössere Beträge selbst übernehmen, sparen auch die Kassen bei ihnen. Das Geld fliesst dann zugunsten der Versicherten mit einer Franchise von 230 Franken.

Leute mit einer höheren Franchisen leisten gemeinsam mit Versicherten aus Hausarzt- und HMO-Modellen an die ordentlich Versicherten eine Querfinanzierung von 600 Mio. Franken.

Eigenverantwortung steigt

Eine höhere Franchise steigere die Eigenverantwortung der Versicherten, schreibt das BSV weiter. Medizinische Leistungen werden bewusster beansprucht, wenn sie aus dem eigenen Geldbeutel berappt werden müssen.

Am häufigsten wird die Franchisenstufe von 400 Franken gewählt. Am wenigsten gefragt mit nur gerade 2 Prozent ist die Stufe 1'200 Franken.

swissinfo und Agenturen

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