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Zürich (awp) - Die ABB Ltd hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010 den Umsatz leicht und den Auftragseingang deutlicher gesteigert. Der bereits im dritten Quartal gesehene positive Trend hält damit an, trotz einer Sonderbelastung wegen Problemen bei einer Projektumsetzung. Die Dividende soll erneut erhöht und verrechnungssteuerfrei gestaltet werden. Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 zeigt sich ABB grundsätzlich positiv.
Der Umsatz erhöhte sich im vierten Quartal um 5% auf 9'179 Mio und der Auftragseingang um 17% auf 8'752 Mio USD. Der Auftragsbestand betrug per Ende Dezember rekordhohe 26'193 Mio USD.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT legte um 23% auf 978 Mio USD zu und die EBIT-Marge auf 10,7 von 9,1%. Die operative EBIT-Marge unter Ausklammerung der Restrukturierungskosten von 120 Mio USD und der Marktpreisbewertung von Hedging-Transaktionen erreichte 12,3%, dies trotz Preisdrucks und projektbezogener Rückstellungen von ebenfalls 120 Mio USD. Diese fielen in der Division Energietechniksysteme an und stehen im Zusammenhang mit einem Kabelprojekt. Der Reingewinn verbesserte sich um 30% auf 700 Mio USD.
JAHRESGEWINN SINKT - DIVIDENDE STEIGT
Wegen des schwächeren ersten Semesters ergab sich im Gesamtjahr 2010 ein Minus beim Umsatz von 1% auf 31'589 Mio USD, während der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 32'681 Mio USD zulegte. Der EBIT ging um 7% auf 3'818 Mio USD und der Reingewinn um 12% auf 2'561 Mio USD zurück. Der Vorjahresgewinn profitierte allerdings noch von einem positiven Sondereffekt von 380 Mio USD. Die EBIT-Marge lag bei 12,1 (13,0)% und damit weiterhin innerhalb der langfristig für ABB geltenden Zielmarge zwischen 11 und 16%.
Trotz des rückläufigen Gewinns und trotz der erst im Januar vollzogenen Akquisition der US-Elektrofirma Baldor für 4,2 Mrd USD soll die Dividende auf 0,60 von 0,51 CHF je Aktie erhöht werden. Dies unterstreiche das Vertrauen in die Zukunft, sagte CEO Joe Hogan vor den Medien in Zürich. Die Dividende wird aus den Reserven ausbezahlt, wodurch keine Verrechnungssteuer anfällt. ABB verfügt für die aktuelle und für künftige Dividendenzahlungen insgesamt 6,4 Mrd USD an Reserven aus dem Eigenkapital.
"Wir sind zufrieden mit dem Geschäftsergebnis 2010", erklärte Hogan. ABB habe die Weltwirtschaftskrise gestärkt gemeistert.
Das 3-Mrd-USD-Kostensenkungsprogramm wurde im vierten Quartal abgeschlossen und hat die Zielvorgaben erfüllt. Für 2011 will ABB die Kosten nun noch einmal um 1 Mrd USD reduzieren.
2011 MEHR UMSATZ UND MEHR GEWINN ANGESTREBT
ABB rechnet für 2011 in allen Regionen mit einer weiteren Belebung der Nachfrage nach Energie- und Automationslösungen. Dabei würden die Schwellenmärkte erneut wichtige Wachstumsmotoren sein; Hogan meinte dazu unter anderem: "Wir sind weiterhin optimistisch für China." Aber auch in den entwickelten Märkten werde mit einem Nachfragewachstum gerechnet. ABB zeigte sich optimistisch, dass im zweiten Semester auch das spätzyklische Geschäft anziehen werde.
Gleichzeitig geht ABB davon aus, dass sich aktuelle Wettbewerbstrends im Jahresverlauf 2011 und darüber hinaus fortsetzen werden, was gleichbedeutend mit anhaltendem Preisdruck ist.
Auf die Frage, ob dieser allgemeine Ausblick gleichbedeutend mit der Erwartung für einen höheren Umsatz sei, meinte Hogan: "Ja, zumindest in Lokalwährungen."
Nicht nur der Umsatz sondern auch die Gewinnmarge soll sich 2011 wieder verbessern. "Wir streben eine Verbesserung der EBIT-Marge an", sagte Hogan gegenüber AWP. Er verwies dabei auf den zwar anhaltenden Preisdruck, welchem aber neue Sparmassnahmen entgegengesetzt würden.
An der Börse führten die in etwa im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Zahlen zu einem Minus der Aktie bis am frühen Nachmittag von gut 2%. Allerdings hatte der Titel in den vergangenen drei Monaten und auch während der vergangenen zehn Börsentag vor allem zugelegt.
cf/ps

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