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Acer peilt für 2010 Absatz-Plus von "25 bis 30 Prozent" an

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2009 - 06:50 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Der taiwanische Computerbauer Acer will auch im kommenden Jahr schneller wachsen als der Markt. "Wir wollen auf unseren alten Wachstumspfad zurück. Das wäre ein Absatzplus von 25 bis 30 Prozent", sagte Acer-Chef Gianfranco Lanci in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Das wäre deutlich mehr als der Gesamtmarkt. Zuletzt hatte etwa das US-Marktforschungsunternehmen Gartner für 2010 ein weltweites Absatzplus von 12,6 Prozent vorausgesagt.
Lanci sagte, der bevorstehende Start von Microsofts neuestem Betriebssystem Windows 7 werde der Branche "spürbaren Rückenwind" bringen. Windows 7 sei eine "deutliche Verbesserung" gegenüber der aktuellen Version Windows Vista. Dies gelte für die Bedienoberfläche, die Geschwindigkeit und viele andere Dinge, lobte er. Mit Vista dagegen war Lanci hart ins Gericht gegangen. Noch nie zuvor habe ein neues Betriebssystem die PC-Verkäufe so wenig angekurbelt wie Vista, hatte Lanci im Sommer 2008 geklagt. Die gesamte Branche sei "enttäuscht". Die ungewöhnlich deutliche Kritik hatte weltweit für Aufsehen gesorgt.
AUCH BEI UNTERNEHMEN ZUVERSICHTLICH
Angesichts der Vorteile von Windows 7 zeigte sich Lanci zuversichtlich, dass die neueste Version des Betriebssystems auch bei Unternehmen ein Erfolg werde. Er rechne mit einer breiten Einführung von Windows 7 bei Unternehmen ab dem "zweiten oder dritten Quartal nächsten Jahres".
Mit Blick auf neue und wettbewerbsfähige Betriebssysteme wie Googles Angebote namens Android und Chrome OS zeigte sich Lanci indes skeptisch, ob Microsoft sein Quasi-Monopol bei Betriebssystemen dauerhaft verteidigen könne. Mit Windows 7 sei Microsoft sicher eine "deutliche Verbesserung" gelungen, sagte er. Doch bei Möglichkeiten, das Internet einzubinden, gebe es noch Verbesserungspotenzial. "Da ist Google vorn." Angesichts dessen werde es auf die Dauer "für Microsoft schwierig, 90 bis 95 Prozent Marktanteil zu halten", sagte der Acer-Chef. Dies sei nur möglich, wenn der Konzern "mit besseren Lösungen und höherer Flexibilität" aufwarte.
Unterdessen erwägt Acer, künftig auch grössere TV-Geräte anzubieten. Fernseher würden immer stärker auch als Zugangsgerät zum Internet genutzt, so Lanci. Er könne sich vorstellen, künftig auch Geräte mit 37 bis 40 Zoll auf den Markt zu bringen, sagte er. Bislang bietet Acer TV-Geräte bis zu 32 Zoll Bildschirmgrösse./ck

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