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Actelion 9 Mte: Umsatz steigt 22% - Zuversicht für 2009 und 2010 (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 17:40 publiziert

Allschwil (awp) - Die Actelion Ltd ist in den ersten neun Monaten weiter gewachsen. Für etwas Schatten hat hingegen die Umsatzentwicklung des Hauptproduktes Tracleer gesorgt, die unter den Erwartungen des Marktes geblieben ist. Teilweise waren jedoch auch die Erwartungen zu hoch.
Das Management gibt sich längerfristig weiterhin zuversichtlich, sollen doch existierende Produkte und neue Indikationen sowie die Produktpipeline für weiteres Wachstum sorgen. So wird denn auch für das Ganzjahr 2009 mit einem Umsatz und Cash-EBIT am oberen Ende der bisherigen Prognose gerechnet, und der Umsatz sowie der Gewinn soll im kommenden Jahr weiter zulegen.
In den ersten neun Monaten 2009 stieg der Umsatz von Actelion um 22% auf 1'302,5 Mio CHF. Vom Umsatz entfielen 1'114,7 Mio CHF (+19% in Lokalwährungen - LW) auf das Hauptprodukt Tracleer zur Therapie von pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH).
Nach einem Betriebsaufwand von 939,3 Mio CHF (+18%) resultiert ein Betriebsergebnis von 363,2 Mio CHF (+32%). In die Forschung und Entwicklung wurden 318,9 Mio CHF investiert, was gut 24 Umsatzprozenten entspricht. Der Cash-EBIT stieg um 30% auf 462,0 Mio CHF. Der Reingewinn ist nach einer Neuklassifizierung der 2006 begebenen Wandelanleihe angepasst worden und wird mit 326,9 Mio CHF um 44% höher ausgewiesen, teilt das Pharmaunternehmen am Dienstag mit.
ETWAS DURCHZOGENES DRITTES QUARTAL
Für das dritte Quartal wird im Vergleich mit dem Vorquartal bzw. Vorjahresquartal ein etwas durchzogenes Ergebnis ausgewiesen. Der Nettoumsatz erreichte 447,3 Mio CHF (VQ: -1%; VJ +14%). Dabei entfielen 375,5 Mio CHF (+10; -3%)auf Tracleer. Der Umsatzrückgang bei Tracleer wird u.a. auf saisonale Faktoren zurückgeführt.
Das Betriebsergebnis lag im dritten Quartal bei 120,4 (VJ 138,0) Mio CHF und der Cash-EBIT bei 157,2 (164,9) Mio CHF. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 108,5 (107,9) Mio CHF. In der Berichtsperiode haben gegenüber dem Vorquartal gemäss CFO Andrew J. Oakley negative Wechselkurseffekte im Umfang von 2% auf die Zahlen gedrückt.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG IM PLAN
Mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt Actelion im Plan. Dabei seien keine Produktenwicklungen aufgegeben worden und auch keine Verzögerungen eingetreten. Derzeit umfasst die Produktpipeline zehn Substanzen in der klinischen Entwicklung und mehr als 25 Forschungsprojekte. Vier Produktkandidaten befinden sich in Phase-III-Tests, ein fünfter soll noch vor Ende 2009 folgen, hiess es. Für den potenziellen Blockbuster, das Schlafmedikament Almorexant, sollen planmässig noch vor Ende 2009 erste Ergebnisse aus den Phase-III-Studien vorliegen.
Actelion setzt unverändert stark auf die Forschung und Entwicklung. "Wir werden weiterhin zwischen 23 und 28% des Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgeben", so der CFO. Zudem verfüge die Gruppe mit 1,3 Mrd CHF per Ende September über ausreichend flüssige Mittel zum Ausbau der Produktpipeline. CEO Jean-Paul Clozel hält an der bisherigen Akquisitionspolitik fest: "Wir sind weiterhin an Produktkandidaten interessiert und nicht an der Übernahme ganzer Unternehmen. Derzeit evaluieren wir verschiedene viel versprechende Produktkandidaten."
ERGEBNIS 2009 AM OBEREN ENDE DER GUIDANCE
Für das Gesamtjahr 2009 sieht Actelion das Ergebnis am oberen Ende der Mitte Jahr erhöhten Prognosen. Demnach soll sowohl der Umsatz als auch der Cash-EBIT gegenüber dem Vorjahr in Lokalwährungen um 16 und 19% wachsen. Oakley geht davon aus, dass das Unternehmen "höchstwahrscheinlich am oberen Ende der vorgegebenen Bandbreiten" liegen werde.
Zudem bezeichnet Oakley die Aussichten für das Jahr 2010 als "weiterhin günstig". "Ich bin zuversichtlich, dass sich das Umsatz- und Gewinnwachstum in lokalen Währungen im nächsten Jahr im niedrigen zweistelligen Bereich bewegen wird", so Oakley. Eine Cash-EBIT-Guidance stellte er für Anfang 2010 in Aussicht.
An der Börse teilen eher kurzfristig orientierte Anleger die Meinung des Actelion-Managements nicht in allen Belangen. So geben die Titel bis um 16.50 Uhr um 1,7% nach. Der SMI verliert um 0,2%. Im Handel werden die Abgaben vor allem auf die enttäuschende Tracleer-Umsatzentwicklung im dritten Quartal zurück geführt. Zudem hatten sich einige Marktteilnehmer eine Erhöhung der Guidance 2009 erhofft.
rt/mk

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