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Basel (awp) - Die Aktionäre von Actelion haben an der mit Spannung erwarteten Generalversammlung am (heutigen) Donnerstag im Messezentrum von Basel dem bisherigen Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung ihr Vertrauen ausgesprochen. Mit Spannung erwartet worden ist, ob der britische Hedgefund Elliott mit seinen Anträgen an die GV, insbesondere der Abwahl bisheriger VR-Mitglieder und Zuwahl sechs eigener Kandidaten, faktisch die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen kann. Denn in einem solchen Fall ist zumeist ein rascher Verkauf von Actelion erwartet worden.
Im Vorfeld der GV lieferten sich Actelion und Elliott ein Rennen um die Unterstützung von vor allem institutionellen Anlegern. Das Actelion-Management hat an der von 486 Aktionären besuchten GV, die 78,4 Mio ausstehende Aktien oder 60,41% des Aktienkapitals vertraten, alle eigenen Traktanden durchgebracht. Alle Anträge von Elliott wurden abgelehnt.
BISHERIGE VR-MITGLIEDER BESTÄTIGT - ERFOLGREICHE ZUWAHLANTRÄGE
Die GV hat so die zur Wiederwahl anstehenden VR-Mitglieder Jean-Paul Clozel (CEO), Juhani Anttila und Carl Feldbaum für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren bestätigt und die von Actelion zur Wahl in den VR vorgeschlagenen Kandidaten Jean-Pierre Garnier und Robert Bertolini in den VR gewählt.
Auch wurde allen Anträgen Elliotts auf die Abwahl von bisherigen VR-Mitgliedern nicht stattgegeben. Elliott wollte abwählten lassen: VRP Robert Cawthorn und die Mitglieder Werner Henrich, Michael Jacobi, Armin Kessler und Jean Malo.
"JETZT KÖNNEN WIR WIEDER ARBEITEN"
VR-Mitglied und CEO Jean-Paul Clozel gibt sich nach der gewonnen "Schlacht" erleichtert. "Ich bin sehr glücklich. Jetzt können wir uns wieder auf unsere Arbeit konzentrieren", sagte CEO Clozel im Gespräch mit AWP. "Wir können neue Produkte entwickeln und zu den Patienten bringen und unser Geschäft weiter bringen."
"Wir haben eine klare Strategie", sagte Clozel weiter. "Und wir werden bald mit guten News kommen", stellte Clozel in Aussicht. Actelion ist ein starkes Unternehmen mit einer starken Produktpalette und Pipeline und einem starken Cash-Flow", so Clozel. Einige der Projekte seien riskant, in diese werde aber nur beschränkt investiert, sagte Clozel in seiner "Tour d'horizon" über die Produkte und Produktepipeline.
"Ende Jahr werden wir zwölf bis 15 Projekte in klinischen Entwicklungsphasen haben", so Clozel. "Nicht jedes Produkt wird ein Erfolg werden, vielleicht nicht einmal jedes zweite", warnte er vor den Risiken der Produktentwicklung in der Pharmabranche. Ende Jahr/Anfang 2012 wird vor allem mit den Ergebnissen aus Phase-III-Tests von Macitentan gerechnet. Der Produktkandidat soll der Nachfolger des Hauptproduktes Tracleer werden, mit dem Actelion rund 90% des Umsatzes erzielt.
ABER DER FALL ASAHI...
Noch länger beschäftigen könnte Actelion auch der aktuelle Gerichtfall mit der japanischen Asahi Kasei Pharma, wo es um die Einstellung von Fasudil geht. Eine US-Jury hat Asahi vor einigen Tagen 547 Mio USD an Schadenersatz zugesprochen und Actelion zudem eine Strafe von 30 Mio USD auferlegt.
VRP Robert Cawthorn sagte dazu in seiner Rede: "Wir sind enttäuscht über das Urteil. Wir haben bereits Anträge beim Gericht eingereicht, wir werden weitere Anträge einreichen und das Urteil auch als Ganzes anfechten." Das Urteil sei weder durch Fakten noch die Rechtsgrundlage gestützt. Der VRP sagte zudem klar: "Wir habe nie eine Übernahmeofferte erhalten." Er glaube auch nicht, dass ein potenzieller Verkauf eine Alternative zum Erfolg sein könne, den die Produktpipeline verspreche.
... UND ELLIOTT DÜRFTE ACTELION ERHALTEN BLEIBEN
Analysten erwarten dennoch nicht, dass die Angelegenheit Elliott für Actelion bald vorüber ist. "Elliott wird sich nicht einfach davon schleichen", sagte ein Finanzanalyst am Rande der GV gegenüber AWP. Elliott werde sein Engagement in Actelion nicht einfach so verkaufen und damit das Gesicht verlieren, so der Analyst weiter. Auch ein weiterer Finanzanalyst ist überzeugt, dass Actelion "noch eine ganze Weile" mit Elliott zu tun haben wird. "Das kann noch spannend werden."
AKTIE AUF TALFAHRT
An der Börse reagiert die Actelion-Aktie mit Abgaben auf den Ausgang der GV. Die Aktie verliert bis um 15.50 Uhr um 6,7% auf 44,66 CHF. Mit der Niederlage von Elliot sei die Übernahmephantasie fürs erste aus dem Titel verschwunden, was viele Investoren zum Verkauf bewogen habe, sagte ein Händler.
rt/dl

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