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Zürich (awp/sda) - Nach dem Wachstum im Vorjahr hat der Genfer Hersteller von TV-Empfangsgeräten ADB im Geschäftsjahr 2010 einen Rückschlag hinnehmen müssen: Der Umsatz sank leicht, der Gewinn tauchte deutlich. Heuer soll es dank einer Übernahme wieder steil aufwärts gehen.
2010 sei ein Jahr des Wandels gewesen, sagte ADB-Chef Andrew Rybicki am Mittwoch auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Der Umsatz sank um 6,4% auf 356,6 Mio USD. Der Betriebsgewinn (EBIT) sackte um gut ein Drittel auf 17,7 Mio USD ab.
Der Reingewinn schrumpfte von 15,3 Mio auf 12,9 Mio USD. Dies ist ein Rückgang um knapp 16%. Dabei war der Gewinn des Vorjahres noch von einem Goodwillabschreiber massiv gestutzt worden. ADB habe 2010 erneut unter Lieferengpässen von elektronischen Bauteilen für die Empfangsgeräte gelitten, sagte Rybicki.
Im vergangenen Jahr habe ADB im Kerngeschäft mit den Empfangsgeräten fünf neue Kunden in Bulgarien, Norwegen, Italien, Indonesien und Trinidad & Tobago gewonnen. Zudem konnte ADB einem der grössten US-Kabelnetzbetreiber ein Produkt für Bezahlfernsehen liefern. Zudem habe man einen Grossauftrag von einem weiteren US-Kabelnetzbetreiber erhalten.
Auch dieses Jahr sollen die ADB-Aktionäre in den Genuss einer Dividende kommen, deren genaue Höhe ist allerdings noch nicht bestimmt. In Anlehnung an die geltende Dividendenpolitik will die Gesellschaft auch dieses Jahr mindestens 30% des Gewinns an die Aktionäre zurückführen. "Die Dividende dürfte grob geschätzt bei rund einem Franken pro Aktie liegen", sagte Rybicki. Im vergangenen Jahr wurde eine Dividende von 3,00 CHF je Aktie geleistet.
SCHUB IM JAHR 2011
Der Rückschlag im vergangenen Jahr beunruhige ihn nicht, sagte Rybicki. Denn im laufenden Jahr stehe ADB dank der Übernahme der italienischen Pirelli Broadband Solutions vor einem Wachstumssprung. Der Umsatz werde um über 40% auf etwa eine halbe Milliarde Dollar zulegen. Dazu steuere Pirelli Broadband über 150 Mio USD bei. Beim Betriebsgewinn rechne ADB mit 20 bis 30 Mio USD.
Dank der Akquisition könne ADB seine Position im TV aus der Telefonbuchse (IPTV) ausbauen, mit dem Telekomkonzerne wie beispielsweise die Swisscom oder Deutsche Telekom den Anbietern von Kabel- oder Satelliten-TV Konkurrenz machen wollen. ADB wolle künftig nicht nur Empfangsgeräte für digitales Fernsehen, sondern für allerlei Bezahldienste anbieten, hiess es.
Im ersten Halbjahr 2011 dürfte indes unter dem Stich noch eine schwarze Null resultieren. Rybicki verwies auf Akquisitions- und Restrukturierungkosten, die er auf rund 3 Mio USD veranschlagt. Diese Kosten dürften vor allem im ersten Halbjahr anfallen, weshalb das saisonal bedingt ohnehin schwächere erste Halbjahr 2011 Breakeven erreichen könnte. Das erste Semester 2010 hatte ADB mit einem Überschuss von 2,5 Mio USD abgeschlossen.
AKTIEN GESUCHT
Die Aktien von ADB sind am Mittwoch nach den Zahlen gefragt und steigen bis um 13.50 Uhr um 1,9% auf 32,75 CHF. Laut Experten sind die Gewinnzahlen weniger stark zurückgegangen als vom Markt befürchtet und der Ausblick stimme positiv.
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