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(ergänzt mit weiteren Details)
Glattbrugg (awp) - Der Personalvermittler Adecco hat sich vom schwachen 2009 erholt und letztes Jahr sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich gesteigert. Einerseits hat sich die Konjunktur wieder erholt, andererseits hat der Konzern den Fokus stark auf die Kosten gelegt. Entsprechend soll auch die Dividende wieder erhöht werden. Ausserdem zeigt sich der Konzern sehr zuversichtlich für die weitere Zukunft und bestätigt auch sein mittelfristiges EBITA-Margenziel.
Der Umsatz stieg im Berichtsjahr 2010 um 26% auf 18,66 Mrd EUR (VJ 14,80 Mrd), auf organischer und vergleichbarer Basis waren es +12%. Im vierten Quartal legte der Personaldienstleister organisch um +17% und damit um gleichviel wie im dritten Jahresviertel. Die Bruttomarge fiel im Gesamtjahr um 10 Basispunkte auf 17,8%, auf vergleichbarer Basis waren es -90 Basispunkte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Die Kosten (SG&A) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10%, seien auf vergleichbarer Basis dank strikter Kostenkontrolle aber etwas auf Vorjahreshöhe gehalten worden, heisst es. Im Vergleich zum Vorjahr (adjustiert) hatte Adecco Ende 2010 bei den Vollzeitstellen mit 32'000 ein Plus von 4%, bei den Geschäftsstellen waren es mit 5'500 ein Minus von 4%.
Das Betriebsergebnis (EBITA vor Integrationskosten) konnte entsprechend um 40% gesteigert werden auf 755 Mio EUR, die Marge erreichte 4,1% und war damit auf einer adjustierten Basis um 100 Basispunkte höher. EBIT und Reingewinn legten ebenfalls markant zu und erreichten 667 (VJ 65) Mio EUR bzw. 423 (8) Mio EUR. Die Dividende soll gemäss Antrag des Verwaltungsrates auf 1,10 (0,75) CHF pro Aktie erhöht werden, was einer Payout-Ratio von rund 30% entspricht.
Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) in der Tendenz etwas übertroffen. Diese rechneten gemäss AWP-Konsens für 2010 mit einem Umsatz von 18,53 Mrd, einem operativen Ergebnis von 679 Mio und einem Reingewinn von 392 Mio EUR.
"2010 war ein gutes Jahr für Adecco. Die meisten Märkte sind im Laufe des Jahres zu starkem zweistelligem Wachstum zurückgekehrt", wird CEO Patrick De Maeseneire in der Mitteilung zitiert. Das Wachstum sei hauptsächlich vom Industriesegment gekommen, allerdings seien auch Bereiche wie das spätzyklische Office-Geschäft und das Fachkräfte-Geschäft zu Wachstum zurückgekehrt.
Für die weitere Zukunft gibt sich der Konzern optimistisch. Das Umsatzwachstum im vierten Quartal sei trotz herausfordernderer Vergleichsbasis weiter hoch gewesen, im Januar waren es organisch/adjustiert +17%. Die Nachfrage in den beiden Hauptmärkten Frankreich und USA sei weiterhin "sehr gesund" gewesen, aber auch für Deutschland, Italien, den Benelux-Ländern, der Schweiz und Skandinavien spricht Adecco von starkem Wachstum. Aufgrund dessen gibt sich das Management zuversichtlich, dass die Umsatzwachstum in den nächsten Monaten (trotz schwierigerer Vergleichsbasis) stark bleiben werde.
Adecco geht davon aus, dass das Umfeld für flexible einzusetzende Arbeitskräfte günstig bleiben wird. Für die Kunden sei Flexibilität wichtiger als in der Vergangenheit und das meiste Wachstum dürfte denn auch mit flexiblen Arbeitskräften abgedeckt werden. Adecco wolle von diesen guten Geschäftsbedingungen weiter profitieren, wobei die Preisdisziplin und die strikte Kostenbasis weiter im Fokus bleiben soll. Dort wo das Wachstum am grössten sei, wolle man auch weiter investieren, heisst es. Laut Mitteilung ist ausserdem die Integration der beiden akquirierten MPS und Spring auf gutem Weg oder abgeschlossen. Deshalb sieht sich der Konzern gut aufgestellt, das mittelfristige Ziel einer EBITA-Marge von über 5,5% zu erreichen.
Weiteren Angaben zufolge gibt es Veränderungen im Verwaltungsrat. So werden Francis Mer und Judith Sprieser für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehen. Als neuer Verwaltungsrat wird Didier Lamouche vorgeschlagen.
uh/ps

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