Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Glattbrugg (awp) - Der weltgrösste Personalvermittler Adecco hat sich vom schwachen 2009 erholt und letztes Jahr sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich gesteigert. Einerseits hat sich die Konjunktur wieder verbessert, andererseits wurde der Fokus stark auf die Kosten gelegt. Entsprechend soll auch die Dividende wieder erhöht werden. Ausserdem zeigt sich der Konzern sehr zuversichtlich für die weitere Zukunft und bestätigt sein Margenziel.
Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 26% auf 18,66 Mrd EUR, auf organischer Basis waren es +12%. Die Bruttomarge fiel im Gesamtjahr um 10 Basispunkte auf 17,8%, auf vergleichbarer Basis waren es -90 Basispunkte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. "2010 war ein gutes Jahr für Adecco. Die meisten Märkte sind im Laufe des Jahres zu starkem zweistelligem Wachstum zurückgekehrt", sagte CEO Patrick De Maeseneire. Das Wachstum sei hauptsächlich vom Industriesegment gekommen, allerdings seien auch das spätzyklische Office-Geschäft und das Fachkräfte-Geschäft wieder gewachsen.
Die Kosten blieben - auf vergleichbarer Basis - dank "strikter Kostenkontrolle" etwa auf Vorjahreshöhe. Im Vergleich zum Vorjahr (adjustiert) hatte Adecco Ende 2010 bei den Vollzeitstellen mit 32'000 ein Plus von 4%, bei den Geschäftsstellen war es mit 5'500 ein Minus von 4%.
DIVIDENDE von 1,10 (0,75) CHF - PAYOUT-RATIO 30%
Das Betriebsergebnis (EBITA vor Integrationskosten) konnte entsprechend um 40% gesteigert werden auf 755 Mio EUR, die Marge erreichte 4,1% und war damit um 100 Basispunkte höher. EBIT und Reingewinn legten ebenfalls markant zu und erreichten 667 (VJ 65) Mio EUR bzw. 423 (8) Mio EUR. Die Dividende soll auf 1,10 (0,75) CHF pro Aktie erhöht werden, was einer Payout-Ratio von rund 30% entspricht.
Für die weitere Zukunft gibt sich der Konzern sehr optimistisch, trotz des jüngst stark gestiegenen Ölpreises. "Wir sehen derzeit keine negativen Auswirkungen daraus, zumindest nicht für unser Geschäft", sagte Konzernchef Patrick De Maeseneire im Interview mit AWP dazu.
Der jüngste Trend der Unternehmen, einen höheren Anteil an Zeitarbeitskräften zu engagieren, werde hingegen anhalten, glaubt er und sieht drei Gründe dafür. Erstens hätten die Unternehmen im letzten Abwärtszyklus sehr hohe Restrukturierungskosten gehabt, was sie nun mit flexibleren Einsätzen des Personals vermeiden wollten. Zweitens gebe es bei den Unternehmen weiterhin eine gewisse Unsicherheit bezüglich Konjunkturentwicklung und drittens blieben die Bemühungen der Unternehmen gross, das Working Capital tief zu halten.
Nach einem Umsatzwachstum von 17% im vierten Quartal, wuchs Adecco auch im Januar um 17%. Der Konzern nimmt seine optimistische Haltung vor allem auch aus den Gesprächen mit Kunden. "Wir hören auf unsere Kunden und die sind immer noch optimistisch. Deshalb sind auch wir es", sagte Finanzchef Dominik de Daniel im Interview. In den beiden Hauptmärkten Frankreich und USA wuchs Adecco im Januar um 20% bzw. 18%, in Deutschland gar um "nahezu 40%". Das Umsatzwachstum sollte auch in den nächsten Monaten trotz der schwieriger gewordenen Vergleichsbasis stark bleiben.
MARGENZIEL NOCH NICHT DIESES JAHR
Entsprechend optimistisch ist Konzernchef De Maeseneire auch bezüglich Margenziel. "Wir sind auf gutem Weg, unser EBITA-Margenziel von 'über 5,5%', das wir letzes Jahr lanciert haben, mittelfristig zu erreichen." Allerdings sei dies noch nicht in diesem Jahr zu erwarten.
Diese Haltung wird auch bestärkt durch die Integration der jüngsten Akquisitionen Spring und MPS Group, die bereits abgeschlossen oder auf gutem Weg seien, wie es hiess. Die Synergien sollen dabei sogar höher sein als ursprünglich angenommen. Wie der Konzern ausserdem weiter mitteilte, will er bei Gelegenheit auch weitere Aktienrückkäufe im Rahmen von 2% des Aktienkapitals tätigen.
Die Adecco-Aktie legte von Anfang deutlich zu, um 14 Uhr notiert sie in einem freundlichen Gesamtmarkt 6,2% höher bei 65,55 CHF. Branchenexperten hoben vor allem den positiven Ausblick hervor.
uh/cf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???