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Genf (awp) - Die Affichage Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr als Folge erneuter Impairment-Anpassungen auf den Auslandsbeteiligungen abermals tief im Minus abgeschlossen. Nach der mehrheitlich als gescheitert zu betrachtenden Auslandexpansion soll die strategische Priorität inskünftig wieder klar im Heimmarkt Schweiz liegen.
Der Umsatz der Gruppe verminderte sich 2010 als Folge der schwierigen Situation im Ausland um 10,5% auf 304,3 Mio CHF. Bedingt durch ein Impairment im Betrag von insgesamt 70,8 Mio CHF verblieb der EBIT mit -39,1 (VJ -65,2) Mio CHF erneut im roten Bereich. Unter dem Strich schliesslich resultierte ein erneuter von 52,3 Mio CHF, nach einem Minus von 59,1 Mio CHF im Vorjahr, wie das in der Vermarktung von Aussenwerbung tätige Unternehmen am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung einen erneuten Verzicht auf eine Dividende vor. Der Fokus müsse auf die Stärkung des Eigenkapitals gelegt werden, so die Begründung. Solange keine Dividende bezahlt wird, verzichtet der Verwaltungsrat auf sämtliche Honorare.
Im Heimmarkt Schweiz erhöhte sich der Umsatz dank einem stärkeren zweiten Semester insgesamt um 3,6% auf 259,0 Mio CHF. Im Ausland setzte sich der Rückgang mit einem Minus von 49,8% auf noch 45,2 Mio CHF beschleunigt fort.
Die ausgewiesenen Zahlen blieben bezüglich EBIT und Ergebnis deutlich unter den Schätzungen. Die Analysten hatten kein entsprechendes Impairment in ihren Schätzungen eingebaut. Die ZKB prognostizierte einen Umsatz von 303,9 Mio (Schweiz: 253,8 Mio), einen EBIT von 14,8 Mio sowie einen Gewinn von 6,7 Mio CHF. Die entsprechenden Schätzungen von Vontobel lauteten für den Umsatz auf 303,8 Mio CHF, für den EBIT auf 14,5 Mio und für den Gewinn auf 8,8 Mio.
Mit der Publikation der Jahreszahlen informierte Affichage auch über die neue Auslandsstrategie. Die zahlreichen internationalen Akquisitionen müssten im Nachhinein leider mehrheitlich als gescheitert oder zumindest als enttäuschend qualifiziert werden, so die Einschätzung. Die positive Ausnahme Serbien könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Expansion ins Ausland für Affichage als grosse Belastung erwiesen und das Unternehmen insgesamt in eine unbefriedigende Situation geführt habe.
Als Ausfluss der vorgenommenen Prüfung aller Auslandaktivitäten wurden in Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Serbien und Bosnien zusätzliche Wertberichtigungen von insgesamt 70,8 Mio CHF vor Steuern vorgenommen.
Die strategische Priorität der Gruppe soll inskünftig wieder klar im Heimmarkt Schweiz liegen. Affichage will das Auslandportfolio rasch an die neue strategische Ausrichtung anzupassen. Dazu seien in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Verhandlungen mit möglichen Käufern und Joint-Venture Partnern geführt worden. Das neue Management der Gruppe geht davon aus, in naher Zukunft deutliche Fortschritte bei der Umsetzung eines Portfolios mit stark reduziertem Risikoprofil kommunizieren zu können.
Bezüglich Geschäftsgang im laufende Jahr bleibt Affichage vorsichtig. Die konjunkturelle Entwicklung in den Auslandsmärkten und die damit korrelierenden Werbeausgaben werden sehr zurückhaltend beurteilt.
In der Schweiz erwartet Affichage nach einem eher verhaltenen Start positive Impulse, basierend auf der allgemeinen konjunkturellen Situation, verbunden mit zusätzlichen Kampagnen aufgrund des Wahljahres.
gab/ra

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