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Arbon (awp) - Die AFG Arbonia-Forster-Holding AG (AFG) hat im Geschäftsjahr 2009 wie erwartet einen Rückgang des Umsatzes erlitten. Operativ hat sich das Unternehmen in der Gewinnzone gehalten, auf Stufe Reinergebnis kommt es wegen Einmalkosten allerdings zu einem Verlust. Für 2010 zeigt sich AFG vorsichtig optimistisch.
Der Umsatz reduzierte sich um 11,9% auf 1'384,2 (VJ 1'570,9) Mio CHF, währungsbereinigt lag das Minus bei 9,1%. Der drastische Einbruch zahlreicher Märkte habe durch Fortschritte in anderen Marktsegmenten nicht aufgefangen werden können, teilte der Bauzulieferer am Dienstag mit.
Damit hat AFG die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1'360 Mio CHF, bei einer Bandbreite von 1'338 bis 1'375 Mio CHF.
"Angesichts der durch die weltweite Finanzkrise ausgelösten Probleme der Realwirtschaft sind wir mit den erreichten Resultaten zufrieden. Dies zumal wir die Bilanz durch eine deutliche Reduktion der Nettoverschuldung stärken und die Liquidität markant verbessern konnten", wird VR-Präsident und CEO Edgar Oehler in der Mitteilung zitiert.
Als Folge der ergriffenen Massnahmen im Bereich Marktbearbeitung und dank eines sich verlangsamenden Rückgangs der Nachfrage in verschiedenen Sektoren hätten sich gegen Ende des zweiten Semesters auch erste Anzeichen einer Erholung gezeigt.
Die Entwicklung der fünf Divisionen sei erneut unterschiedlich verlaufen, wobei sich die weniger gravierende Entwicklung der baunahen Unternehmensbereiche von jener der stärker vom Nachfrageeinbruch betroffenen Technologie-Divisionen deutlich abgehoben habe. Damit werde die Portfolio-Strategie von AFG, welche darauf abziele, industrielle Tätigkeiten mit unterschiedlichen konjunkturellen Zyklen zu gruppieren, bestätigt.
Von den drei grössten Divisionen setzte die Division Heiztechnik und Sanitär mit 566,8 Mio CHF währungsbereinigt 6,4% weniger um als im Vorjahr. Zwar sei die Nachfrage aus der deutschen und der schweizerischen Bauwirtschaft relativ stabil geblieben. Dafür sei aber der britische Markt erneut geschrumpft, mit entsprechenden Folgen für die seit dem Jahr 2007 zur Division gehörende Aqualux. Auch die osteuropäischen Märkte - allen voran Russland - hätten unter den Finanzierungsschwierigkeiten für Neubauten gelitten.
Die Division Küchen und Kühlen büsste bereinigt 6,5% auf 269,4 Mio CHF ein und die Division Fenster und Türen vergleichsweise moderate 0,8% auf 376,7 Mio CHF. Markanter waren die Einbrüche in den kleineren Divisionen Stahltechnik (-26,1% auf 123,3 Mio CHF) und Oberflächentechnologie (-21,6% auf 50,8 Mio).
Die Erfolgsrechnung 2009 werde nicht nur von den Spuren der konjunkturellen Entwicklung geprägt sein, sondern auch von Sonderfaktoren, insbesondere von Einmalkosten im Zusammenhang mit der weitgehenden Abschreibung des Goodwills der britischen Aqualux, heisst es. Dies dürfte trotz der rasch eingeleiteten und ertragswirksamen Kostensenkungsmassnahmen zu einem gegenüber dem Vorjahr schwächeren EBIT und zu einem negativen Jahresergebnis führen.
Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010 heisst es, dass sowohl umsatz- als auch ertragsmässig wieder mit Fortschritten zu rechnen sei. Wie gross diese sein werden, sei derzeit aber nicht abzuschätzen. Die Anzeichen auf eine Erholung seien aber Anlass für eine "vorsichtig optimistische Einschätzung der Umsatz- und Ertragsentwicklung im laufenden Jahr."
Weiter dürfte AFG im laufenden Jahr vom Basiseffekt, unter dem das Unternehmen im Vorjahr noch gelitten habe, profitieren. Die Talsohle sei in den meisten für AFG bedeutenden Industrien wohl erreicht und eine wichtige Stütze für die drei baunahen Divisionen bleibe die überraschend widerstandsfähige Bauwirtschaft in den Heimmärkten.
Das detaillierte Jahresergebnis wird am 16. März veröffentlicht.
cf/uh

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