Afghanistan-Konferenz in der Schweiz?

Abdullah Abdullah, Aussenminister der Nord-Allianz, steht einer Konferenz in der Schweiz positiv gegenüber. Keystone

Die Schweiz ist bereit, eine Konferenz über die Zukunft Afghanistans durchzuführen. Sie signalisierte bei der UNO ihr Interesse in dieser Sache.

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2001 - 21:14 publiziert

«Wir sind bereit, alles und dies so schnell wie möglich zu tun, um Standort für eine solche Konferenz zu sein», sagte Ruedi Christen, Informationschef des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Sonntag auf Anfrage.

Allerdings habe es weder seitens der Schweiz eine offizielle Anfrage gegeben, noch seitens der UNO gegenüber der Schweiz, sagte Christen. Im Rahmen des Besuches von Bundesrat Joseph Deiss vor einer Woche während der UNO-Vollversammlung in New York hätten aber zahlreiche Gespräche stattgefunden.

Dabei seien Vertreter der UNO und einem Dutzend Länder von der Schweiz kontaktiert worden. Neue Kontakte hätten sich am Wochenende ergeben, sagte Christen, ohne deren Inhalt zu präzisieren.

Die Nordallianz stimmte nach anfänglichem Beharren auf Kabul als Konferenzort auch einem anderen Ort zu. Aussenminister Abdullah Abdullah sagte am Sonntag in Taschkent, alle von der UNO vorgeschlagenen Treffpunkte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz seien für das Bündnis akzeptabel.

Abdullah sagte nach einem Gespräch mit US-Botschafter James Dobbins in der usbekischen Hauptstadt zu Journalisten, Gespräche über die künftige Regierung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz könnten nach Ansicht der Nordallianz bereits in den nächsten Tagen beginnen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen