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BERLIN (awp international) - Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin erwartet nach dem Verlustjahr 2010 für das laufende Jahr wieder schwarze Zahlen. Der Vorstand gehe davon aus, dass der Umsatz gesteigert und ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erwirtschaftet werden könne, kündigte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht an. Wegen der hohen Treibstoffpreise, der unklaren Auswirkungen der neuen Ticketsteuer und der politischen Umwälzungen in Tunesien und Ägypten sei eine konkrete Prognose noch nicht möglich. Die Zahl der Passagiere soll allerdings um vier bis fünf Prozent zulegen.
Die Air-Berlin-Aktie reagierte am Morgen mit einem Kurssprung auf die Nachrichten. Im frühen Handel legte sie um 2,31 Prozent auf 3,146 Euro zu, nachdem sie seit Januar deutlich an Wert verloren hatte.
Im abgelaufenen Jahr flog Air Berlin unter dem Strich mit 97,2 Millionen Euro einen zehnmal so hohen Verlust ein wie im Krisenjahr 2009. Dies hatte das Unternehmen bereits vor wenigen Tagen angekündigt. Das operative Ergebnis fiel von plus 28,5 Millionen auf minus 9,3 Millionen Euro. Als Ursachen führte das Management die Flugausfälle infolge der Vulkanasche aus Island, den harten Winter und die hohen Treibstoffpreise an.
Der Umsatz kletterte dank einer stärkeren Nachfrage und der übernommenen Strecken der Tui-Fluglinie Tuifly und der Übernahme der österreichischen Niki um 15 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Rechnet man die neuen Strecken auch im Vorjahr hinzu, hätte das Umsatzplus lediglich gut ein Prozent betragen.
Die Gesellschaft will ihr Langstreckenangebot ausbauen und sich so für den Eintritt in die Luftfahrtallianz Oneworld rüsten, der für 2012 geplant ist. "Die Oneworld-Entscheidung ist eine der bedeutendsten strategischen Schritte in der Geschichte von Air Berlin", sagte Vorstandschef Hunold. "Und mit Niki eröffnen sich für uns attraktive Wachstumschancen insbesondere im osteuropäischen Raum."
Auf eine Dividende dürfen die Air-Berlin-Aktionäre vorerst nicht hoffen. Der Vorstand will erzielte Gewinne in den kommenden Jahren "aller Voraussicht nach" im Unternehmen belassen. Damit solle die Bilanz gestärkt und das Wachstum finanziert werden, hiess es.
stw/fn/tw

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