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FRANKFURT/BAD VILBEL (awp international) - Der Arzneimittelhersteller Stada hält nach den jüngsten Zukäufen weiter nach Übernahmemöglichkeiten Ausschau, um die Abhängigkeit vom schwierigen deutschen Heimatmarkt zu reduzieren. "Dabei setzen wir zum einen auf die regionale Erweiterung unserer Aktivitäten mit dem Fokus auf wachstumsstarke Schwellenländer", sagte Konzernchef Hartmut Retzlaff am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Zum anderen treibe Stada den Ausbau und die Internationalisierung seiner Markenprodukte stärker voran.
Bei Stada ging es in den vergangenen Wochen bei Übernahmen Schlag auf Schlag: Neben dem Zukauf eines Hautpflege-Portfolios in Grossbritannien gaben die Bad Vilbeler kürzlich bekannt, ein Paket von 71 Produkten des Schweizer Wettbewerbers Spirig übernehmen zu wollen. Vom Aachener Unternehmen Grünenthal soll zudem für 360 Millionen Euro ein Produktportfolio erworben werden. Nachdem in den Vorjahren vor allem das Geschäft mit Generika durch Übernahmen ausgebaut wurde, liegt nun der Fokus verstärkt auf dem kleineren und margenstärkeren Markengeschäft mit Multivitamin-Produkten, dem Sonnenschutzmittel Ladival oder dem Erkältungsmittel Grippostad.
Auch grössere Übernahmen schloss Stada-Chef Retzlaff nicht aus: "Insgesamt bewegen sich die bereits veröffentlichen Akquisitionsobjekte unverändert in einer Grössenordnung, für die wir kein zusätzliches Eigenkapital aufnehmen müssten." Sollte sich aber die Gelegenheit zu einem grösseren Zukauf bieten, könnte Stada zur Finanzierung auch andere Kapitalmassnahmen wie die Platzierung einer weiteren Unternehmensanleihe in Angriff nehmen. Aber auch unabhängig von einem grösseren Zukauf könnte Stada im Herbst eine zweite Anleihe platzieren, um einen Teil der Schuldscheindarlehen zu tilgen. Im Vorjahr hatte Stada eine Anleihe im Volumen von 350 Millionen Euro begeben.
Die Bad Vilbeler leiden in Deutschland unter dem Margen- und Preisdruck für Generika (Nachahmerprodukte). Auf dem deutschen Generikamarkt ist die im Index für mittelgrosse Standardwerte MDax notierte Stada AG die Nummer drei. In den ersten drei Monaten steuerte das internationale Geschäft von Stada bereits fast 70 Prozent zum Konzernumsatz bei. Während der Umsatz auf dem Heimatmarkt Deutschland erwartungsgemäss fiel, legten die Erlöse in Wachstumsmärkten wie Osteuropa prozentual zweistellig zu. Das Deutschland-Geschäft - Stadas grösster nationaler Markt - bereitete dem weltweit fünftgrössten Herstellers von Generika im ersten Quartal weiter Kopfschmerzen. Der Umsatz fiel hierzulande um elf Prozent.
Konzernchef Retzlaff bekräftigte die Ausblicke für das laufende Geschäftsjahr und 2012. Auch die langfristigen Ziele wurden bestätigt: Firmenchef Retzlaff deutete für Ende 2011 oder Anfang 2012 eine Erhöhung der Prognose für 2014 an. Voraussetzung für die mögliche Prognoseerhöhung sei der volle Zugriff auf die Grünenthal-Produkte aus dem Zukauf. 2014 soll der Umsatz bisher auf rund 2,15 Milliarden Euro steigen und das bereinigte EBITDA 430 Millionen Euro erreichen. Beim Konzerngewinn wird ein Anstieg auf 215 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Das bereinigte Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll 2011 bei einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Auch 2012 will der Konkurrent der Generika-Hersteller Teva Pharmaceutical und der Novartis-Sparte Sandoz Umsatz und bereinigtes EBITDA steigern.
Für das Geschäftsjahr 2010 schüttet Stada mit 0,37 Euro je Aktie rund 32 Prozent des Konzerngewinns aus. Norbert Vowinckel von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kritisierte die Höhe der Quote und forderte eine Erhöhung auf 40 Prozent./ep/jha/tw

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