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Aktien Europa: Uneinheitlich - Banken bauen frühe Gewinne wieder ab

Dieser Inhalt wurde am 24. Mai 2010 - 15:21 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die europäischen Börsen haben am Pfingstmontag uneinheitlich tendiert. Die Indizes konnten sich nach anfänglich deutlichen Gewinnen nicht nachhaltig von dem Kurseinbruch der letzten Woche erholen und drehten zuletzt überwiegend ins Minus. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,61 Prozent auf 2.558,47 Punkte. Auch der Londoner FTSE 100 verlor 0,33 Prozent auf 5.046,03 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax rutschte noch deutlicher in die Verlustzone. Einzig der Cac 40 konnte sich in Paris mit 0,07 Prozent auf 3.433,06 Punkte leicht im Plus halten.
Ein Börsianer machte den Rutsch des Euro zum US-Dollar unter die psychologisch wichtige Unterstützung von 1,25 Dollar als einen der Hauptgründe aus. Die europäische Leitwährung fiel zuletzt gar wieder unter die Marke von 1,24 Dollar. Zudem hätten Finanztitel ihre anfänglichen Gewinne zumindest reduziert, nachdem die Vorfälle um die spanische Sparkasse CajaSur vom Wochenende erst nach und nach in den Fokus der Anleger rückten. Insgesamt belaste auch weiterhin die Sorge, dass sich die Krise in der Eurozone auf das globale Wirtschaftswachstum auswirken könnte.
Nach anfänglich deutlichen Gewinnen konnten Finanzwerte zuletzt nur noch teilweise von guten US-Vorgaben profitieren. Spanische Banken drehten deutlicher ins Minus, nachdem die spanische Regierung am Samstag das Ruder bei der regionalen Sparkasse CajaSur übernommen und diese vor dem Bankrott bewahrt hatte. Die vorgesehene Fusion mit der kleineren Unicaja war zuvor gescheitert. BBVA büssten 2,67 Prozent auf 8,494 Euro ein und Banco Santander verloren 1,49 Prozent auf 8,477 Euro. Im übrigen Sektor ergab sich ein gemischtes Bild: Angeführt von BNP Paribas verblieben französische Banken leicht im Plus, während Titel deutscher und britischer Institute in die Verlustzone abrutschten.
BP verloren 3,42 Prozent auf 489,35 Pence und waren schwächster Wert im Londoner FTSE-100-Index. Der Ölkonzern hatte am Morgen mitgeteilt, dass sich die bisher aufgelaufenen Kosten für das Ölleck im Golf von Mexiko auf 760 Millionen Dollar belaufen. Gestützt wurde der britische Leitindex von Rio Tinto , obwohl Australien den Minenbetreibern eine Sondersteuer aufbürden will. Händler verwiesen auf ansteigende Kupferpreise und die Hoffnung, dass sich China nicht weiter um eine Abkühlung seiner Wirtschaft bemühen wird. Papiere von Rio Tinto legten um 1,62 Prozent auf 2.956,00 Pence zu. BHP Billiton notierten nach anfangs steigenden Kursen zuletzt aber leicht im Minus./th/gl

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