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AKTIEN EUROPA/Indizes drehen ins Plus - Euro auf Vierjahrestief

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 12:09 publiziert

PARIS (awp international) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag nach schwachen Vorgaben und anfänglichen Abgaben ins Plus gedreht. Mit dem Erreichen eines Vierjahrestiefs beim Euro machten Händler eine geänderte Denkweise für die steigenden Kurse verantwortlich: Nachdem die europäische Gemeinschaftswährung bislang als Mass für die Sorgen in Europa gedient habe, setze sich nun die Erkenntnis durch, dass die Schwäche die europäischen Exporte attraktiver mache. Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,82 Prozent auf 2.655,45 Punkte. Der Cac 40 legte in Paris 0,49 Prozent auf 3.577,77 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 gewann 0,95 Prozent auf 5.313,02 Punkte.
Die Aktien von BP legten 2,41 Prozent auf 543 Pence zu, nachdem der Ölkonzern von Fortschritten bei der Abdichtung des Öllecks im Golf von Mexiko berichtete. Im Sog der einsetzenden Markterholung konnten sich auch Finanzwerte etwas von den jüngsten Kursverlusten erholen. Societe Generale , Unicredit und HSBC Holdings gewannen 1,7 bis 2,5 Prozent. Banco Popolare überraschten mit guten Quartalszahlen und schossen um 8,66 Prozent auf 4,515 Euro nach oben.
Schlechter erging es den Aktien von Prudential , die 0,28 Prozent auf 541 Pence nachgaben. Der Versicherer will zur Übernahme des AIG-Asiengeschäfts neue Aktien ausgeben. Man Group büssten stolze 7,54 Prozent auf 204,80 Pence ein, nachdem einer Übernahme von GLG Partners zugestimmt wurde. Unter Händlern hiess es, dass der Preis teuer sei.
Fluglinien rückten wegen neuer Beeinträchtigungen durch Vulkanasche aus Island im Blickfeld. Nachdem schon am Wochenende wieder Flughäfen geschlossen wurden, kam es auf Londoner Flughäfen und in Amsterdam auch am Montag noch zu grossen Behinderungen. Air France-KLM gaben 0,58 Prozent auf 10,25 Euro ab. Papiere von Easyjet fielen um deutlichere 5,17 Prozent. Firmengründer Stelios Haji-Ioannou hatte seinen Abschied aus dem Aufsichtsrat bekanntgegeben und sorgte für zusätzliche Unruhe./th/ag

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