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PARIS/LONDON (awp international) - Negativ aufgenommene Konjunkturdaten aus den USA haben die wichtigsten europäischen Börsen am Donnerstag belastet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren weniger stark gefallen als gedacht. Zudem hätten Anleger nach den jüngsten Kursanstiegen vor allem bei Finanzwerten und Rohstofftiteln Kasse gemacht, sagten Händler. Schliesslich befürchteten die Investoren auch Zinserhöhungen in China, da die Inflation in diesem Land auf ein 16-Monats geklettert war. Sollte die chinesische Zentralbank tatsächlich die geldpolitische Schraube anziehen, könnte dies die globale Nachfrage schwächen. Gefragt waren hingegen Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor.
Der EuroStoxx 50 sank um 0,47 Prozent auf 2.895,74 Punkte, nachdem er am Mittwoch noch um 1 Prozent zugelegt hatte. Der CAC 40 fiel am Donnerstag um 0,37 Prozent auf 3.928,95 Zähler. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,41 Prozent nach auf 5.617,26 Punkte.
Angesichts der wieder trüberen Stimmung am Markt gerieten viele Finanztitel unter Druck. Societe Generale , HSBC , Barclays , Standard Chartered und Swiss Re verloren zwischen 1,8 und 0,6 Prozent.
Schwächste Branche war die der Rohstoffe und Minenwerte: Kazakhmys , Randgold , BHP Billiton , Rio Tinto oder Lonmin etwa verloren zwischen 3,6 und 1,8 Prozent.
Titel von BP gaben nach einem angekündigten Zukauf um 0,27 Prozent auf 623,20 Pence nach. Der britische Ölkonzern übernimmt für sieben Milliarden US-Dollar Aktivitäten des kleineren Konkurrenten Devon Energy aus den USA und sichert sich damit Ölquellen vor der Küsten Brasiliens, im Golf von Mexiko und im Kaspischen Meer. Analysten sagten allerdings, dass es schwer einzuschätzen sei, ob BP einen "guten Preis" bezahle, da in diesem Preis auch Gebiete enthalten seien, die noch nicht bezüglich möglicher Ölvorkommen erforscht seien. Aktien von Devon legten zuletzt in New York um 1,26 Prozent auf 72,59 US-Dollar zu.
Die Aktien von Thomas Cook aber setzten sich nach einem laut Händlern "beeindruckenden Investorentag" an die "Footsie"-Spitze mit plus 3,54 Prozent auf 248,90 Britische Pence. Der Touristikkonzern will in den kommenden drei bis fünf Jahren seine operative Marge auf 5,5 bis 6 Prozent steigern. Analyst James Ainley von der Citigroup bleibt optimistisch hinsichtlich der weiteren Margensteigerung, die vom Kurs noch nicht widergespiegelt werde. Der Experte behielt seine Kaufempfehlung bei. In der Vergangenheit habe der Touristikkonzern seine Margenziele erreicht. Tui Travel zeigten sich mit plus 1,55 Prozent ebenfalls fest.
Automobilaktien legten ebenfalls zu. Renault und PSA Peugeot Citroen verbesserten sich um 0,45 Prozent beziehungsweise 0,51 Prozent. In Mailand stiegen die Aktien von Fiat um 1,84 Prozent auf 9,39 Euro zu. Händler verwiesen als Antrieb auf positive Nachrichten von Volkswagen . Europas grösster Autobauer, der nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr beim Ergebnis und Umsatz nun wieder zulegen will, ist nach Einschätzung eines Händlers "wieder auf der Spur". Die Stammaktien der Wolfsburger waren mit einem Plus von 4,43 Prozent der eindeutige Favorit im Europäischen Leitindex EuroStoxx 50.
Im CAC 40 jedoch brachen die Titel des Medienkonzerns Lagardere nach Zahlen vom Vorabend und einem enttäuschenden Ausblick um 7,34 Prozent auf 26,39 Euro ein. Die EADS-Aktien verbuchten ein Minus von 2,78 Prozent auf 14,85 Euro, denn hinter den Kulissen geht der Ärger um die horrenden Zusatzkosten für den neuen europäischen Militärtransporter Airbus A400M weiter./la/he

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