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PARIS/LONDON (awp international) ? Einige negativ aufgenommene Unternehmenszahlen sowie anhaltende Sorgen um die Lage in Ägypten haben den europäischen Börsen am Donnerstag Verluste beschert. Der EuroStoxx 50 sank um 0,57 Prozent auf 2.995,49 Punkte. Nachträgliche Berechnungen hatten das Minus des Index am Ende noch verringert. In Paris büsste der Leitindex Cac 40 0,74 Prozent auf 4.036,59 Punkte ein, der Londoner FTSE 100 gab um vergleichsweise geringe 0,28 Prozent auf 5.983,34 Punkte nach.
Händlern zufolge drückte zudem die Angst vor einer Inflation auf die Stimmung. Die Politik konzentriere sich offenbar mehr auf das Thema Arbeitslosigkeit als auf das Thema Inflation, sagte ein Börsianer mit Blick auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Nachmittag. Diese hatte den Leitzins wie erwartet bei 1,0 Prozent belassen. Angeheizt wurden die Inflationsängste Marktteilnehmern zufolge zudem von US-Daten. Dort hatte sich die Stimmung der Dienstleister im Januar überraschend aufgehellt, was sich in einem Anstieg des ISM-Index ausdrückte. Der Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.
Besonders unter Druck gerieten Ölwerte, der Stoxx600-Branchenindex verlor 0,78 Prozent. Der Branchenriese Royal Dutch Shell hatte seinen Gewinn im Jahr 2010 dank höherer Öl- und Gaspreise sowie gesunkener Kosten kräftig gesteigert. Börsianer bemängelten jedoch, dass die Resultate dennoch nur am unteren Ende der Erwartungen gelegen hätten. Shell-Papiere verloren am "Footsie"-Ende 2,98 Prozent auf 2.200,00 Pence. BP rutschten um 2,06 Prozent auf 483,124 Pence ab, und Total büssten im Eurostoxx 50 1,02 Prozent auf 43,550 Euro ein.
In Spanien hatte die Banco Santander im Jahr 2010 wegen einer höheren Kreditvorsorge deutlich weniger als im Vorjahr verdient, was den Papiere ein Minus von 1,68 Prozent auf 8,990 Euro einbrachte. Im Zuge dessen ging es auch für andere spanische Bankenwerte nach unten. Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) verloren sogar 2,87 Prozent auf 9,027 Euro und Banco Sabadell verbilligten sich um 2,51 Prozent auf 3,229 Euro.
Noch schwächer als Santander-Papiere entwickelten sich in Madrid die Aktien von ACS , die um 9,55 Prozent auf 33,780 Euro abrutschten. Dabei hatte der Baukonzern einen Erfolg im Kampf um die Übernahme von Hochtief verbucht und hält nunmehr 33,49 Prozent an dem Essener Unternehmen. Das Minus der ACS-Aktien wurde von Händlern damit begründet, dass der Investmentfonds Alba seinen ACS-Anteil von fünf Prozent zum Verkauf angeboten hatte.
Mehrheitlich positiv entwickelten sich die Papiere von Telefongesellschaften. Der entsprechende Stoxx 600-Branchenindex gewann 0,70 Prozent. Den Aktien der BT Group kam zugute, dass der Konzern unter anderem seinen Ausblick bestätigt hatte, sie stiegen um 3,59 Prozent auf 184,460 Pence. Im Schlepptau der BT-Zahlen gewannen die Titel von France Telecom gegen den Markt immerhin noch 0,15 Prozent auf 16,440 Euro und Deutsche Telekom 0,27 Prozent auf 9,960 Euro.
Ein Plus von 3,59 Prozent auf 1.169,74 Pence verbuchten die Aktien des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline . Dabei war der Gewinn des Konzerns aufgrund von Milliardenbelastungen durch Rechtsstreitigkeiten und die Konkurrenz billigerer Nachahmermedikamente im abgelaufenen Geschäftsjahr eingebrochen. Börsianer lobten jedoch, dass Konzernchef Andrew Witty eine um sieben Prozent höhere Dividende angekündigt hatte. Zudem sollen 2011 weitere Aktien zurückgekauft werden.
Ein noch grösseres Plus fuhren in Helsinki die Papiere Konecranes ein, sie kletterten um 6,80 Prozent auf 32,146 Euro, nachdem der Auftragseingang des Kranbauers um 32 Prozent gestiegen war und die Erwartungen übertroffen hatte./chs/fn

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