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AKTIEN EUROPA/Schluss: Schwach - US-Konjunkturdaten enttäuschen

PARIS/LONDON (awp international) - Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben die europäischen Börsen am Mittwoch unter Druck gesetzt. In den Vereinigten Staaten war die vom Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP berichtete Zahl der Beschäftigten im Privatsektor im Mai zwar um 38.000 gestiegen, dabei aber sehr deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Insofern seien wieder Sorgen in den Vordergrund gerückt, dass sich die Aussichten für die US-Wirtschaft weiter eintrüben könnten, meinten Börsianer. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund des offiziellen Arbeitsmarktberichts am Freitag, für den die ADP-Daten gern als Indikator herangezogen werden. Zudem hatte sich im Mai in den USA die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie stark verschlechtert.
Der Leitindex EuroStoxx 50 gab zum Handelsschluss um 1,20 Prozent auf 2.827,66 Punkte nach. Der CAC 40 lag in Paris mit 1,05 Prozent im Minus bei 3.964,81 Punkten und der britischen Leitindex FTSE 100 verlor 1,02 Prozent auf 5.928,61 Punkte.
Die Nokia-Aktien setzten zunächst ihren Kurseinbruch vom Vortag mit einem Minus von in der Spitze über 10 Prozent fort, da diverse negative Analystenkommentare die Titel belasteten. Bereits am Dienstag hatten die Titel wegen einer Gewinnwarnung knapp 18 Prozent an Wert verloren. Die Ernsthaftigkeit der Warnung könne kaum überschätzt werden, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Rod Hall. Mit einer Trendwende sei frühestens mit der Einführung der Windows-Mobile-basierten Mobiltelefone am Jahresende zu rechnen. Doch es sei alles andere als sicher, ob die neuen Geräte bei den Konsumenten auf Anklang stossen werden.
Dennoch erholten sich die Nokia-Aktien im Tagesverlauf etwas und sanken am Ende nur um 3,79 Prozent auf 4,5700 Euro. Allerdings waren sie damit wie schon am Dienstag das Schlusslicht im europäischen Leitindex. Händler begründeten die Erholung am Mittwochnachmittag mit vagen Gerüchten, wonach Microsoft die Handy-Sparte der Finnen übernehmen könnte. Nokia selbst sagte zu diesen Spekulationen, dass sie jeder Grundlage entbehrten. In New York sanken die Anteilsscheine des amerikanischen Software-Unternehmens zuletzt um 2,12 Prozent.
Zudem litten viele Finanzwerte unter den trüben Konjunkturaussichten. So fielen die Aktien der italienischen Bank Intesa SanPaolo als zweitschwächster Wert im EuroStoxx 50 um 2,83 Prozent auf 1,7520 Euro. Davor folgten die Papiere von Unicredit und ING mit Abschlägen von ebenfalls über 2 Prozent.
Die Titel von Axa waren dagegen mit plus 1,45 Prozent auf 15,055 Euro der Favorit im EuroStoxx 50. Der französische Versicherer will mit einer neuen Strategie bis 2015 seine Gewinne steigern und seine Schulden verringern. Zudem wurde der Verkauf des Kanada-Geschäfts an die Versicherungsgruppe Intact Financial Corp angekündigt. Dadurch wird Axa unter anderem einen Sondergewinn von 900 Millionen Euro verbuchen.
Nach der Ankündigung eines Zukaufs hatten die Schneider-Electric-Papiere zunächst keine klare Kursreaktion gezeigt. Der Elektronikkonzern will für 2 Milliarden US-Dollar den spanischen Konkurrenten Telvent erwerben. Am Ende fielen die Titel von Schneider Electric angesichts des schwachen Gesamtmarktes um 1,22 Prozent auf 113,20 Euro./la/she

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