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LONDON/PARIS (awp international) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte sind am Montag mit deutlichen Verlusten in die Woche gestartet. Händler sprachen von einer erneuten Flucht aus riskanten Anlagen wie Aktien, die vor allem durch anhaltende Sorgen um die Eurozone, aber auch um das Wachstum in China befeuert werde. Der EuroStoxx 50 ging 2,09 Prozent tiefer bei 2.794,26 Punkten aus dem Handel. Das ist der niedrigste Schlussstand des europäischen Leitindex seit dem 18. März. In der Vorwoche hatte das Standardwertebarometer bereits 1,4 Prozent an Wert verloren. In Paris fiel der Cac 40 am Montag um 2,10 Prozent auf 3.906,98 Punkte. Der FTSE 100 schloss in London mit 1,89 Prozent im Minus bei 5.935,89 Punkten.
Vor allem die Spekulationen um die Entwicklung der europäischen Schuldenkrise haben die Märkte laut Analyst Andre Saenger von IG Markets schwer belastet. Neben Griechenland seien nun auch Italien und Spanien wegen möglicher Schuldenprobleme in den Fokus der Börsianer gerückt. Die Niederlage der spanischen Regierungspartei bei den Kommunal- und Regionalwahlen habe Sorgen um die Fortsetzung der Sparpolitik Spaniens ausgelöst. Ausserdem hatte die Ratingagentur Standard & Poor?s (S&P) am Wochenende ihren Ausblick für Italiens ?A+?-Bewertung gesenkt. Bereits am Freitag hatte die Kreditagentur Fitch Griechenlands Kreditwertung um drei Stufen herunter gesetzt.
Automobilwerte und Autozulieferer endeten als schwächster Sektor mit einem Minus von 2,88 Prozent im Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts . Konjunktursorgen haben Aktienhändlern zufolge die Stimmung in dem Sektor gedrückt. Ein auffällig hohes Minus musste auch der italienische Versicherer Assicurazioni Generali hinnehmen. Die Titel wurden ohne die an diesem Tag ausgeschüttete Dividende von 0,45 Euro je Aktie zuletzt bei 14,880 Euro gehandelt. Ebenfalls im Finanzsektor sackte Intesa SanPaolo wegen des Abschlags für das Bezugsrecht im Rahmen der fünf Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung um optisch hohe 12,59 Prozent ab. Die Aktie stand ex Bezugsrecht zuletzt bei 1,6940 Euro.
Auch Rohstofftitel und dabei speziell die Ölkonzerne rutschten angesichts des deutlich rückläufigen Ölpreises und auch wegen des weiter starken US-Dollar auch nach oben auf die Verkaufslisten. Der Stoxx Europe 600 Basic Resources gab letztendlich 2,04 Prozent ab und der Index für die Öl & Gas-Werte verlor 2,50 Prozent. Papiere der italienischen Eni rutschten in dem Sektor um 4,99 Prozent auf 16,200 Euro ab. In London verloren die A-Aktien von Royal Dutch Shell 2,33 Prozent auf 2.095,00 Pence. Bei den in London schwer gewichteten Minenwerten fielen Anglo American um 4,10 Prozent.
Luftfahrtwerte zählten wegen dem neuen Vulkanausbruch in Island und Zahlen von Ryanair ebenfalls zu den Verlierern. Der irische Billigflieger hatte zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der Aschewolke, hoher Kerosinpreise und neuer Ticketsteuern den Umsatz gesteigert und mehr verdient. Laut Händlern hat Ryanair damit beim Nettogewinn die Erwartungen übertroffen. Negativ gewertet wurde aber der Ausblick und die Aktie verlor 5,30 Prozent auf 3,3600 Euro. In London rutschten International Airlines Group um 5,09 Prozent ab./fat/fn

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