Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

PARIS/LONDON (awp international) ? Anhaltende Sorgen um die weltweite Konjunkturentwicklung haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag wieder ins Minus gedrückt. Zu den Ängsten über eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft gesellten sich am Nachmittag enttäuschende Daten aus den USA. Darüber hinaus wurde die Schuldenkrise in Europa wieder zum Thema, nachdem die Ratingagentur Moody's eine Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens von derzeit "Aaa" prüft.
Bis zum Handelsschluss rutschte der EuroStoxx 50 um 2,12 Prozent auf 2.518,65 Punkte ab. In Paris sank der CAC 40 um 2,99 Prozent auf 3.339,90 Punkte und der Londoner FTSE 100 büsste 2,26 Prozent auf 4.805,75 Punkte ein. Analyst Philippe Gijsels von BNP Paribas Fortis Global Markets sprach von "schlimmen" US-Daten, die zusammen mit dem nachlassenden Wachstum in China die Ängste vor einem erneuten Rückfall in die Rezession schürten. Auch charttechnisch sehe es für die europäischen Börsen nicht gut aus.
Der im Juni gesunkene Einkaufsmanagerindex in China sorgte laut Händlern für eine trübe Stimmung am Markt. Schwache Konjunktursignale aus den USA verstärkten den Druck auf die Notierungen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stieg überraschend. Dies und der unerwartet schwache Beschäftigungsanstieg im Privatsektor, den der Arbeitsmarkt-Dienstleister APD am Mittwoch für den vergangenen Monat berichtet hatte, lassen nichts Gutes für den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am morgigen Freitag erwarten. Zudem hat sich die Stimmung der US-Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe im Juni überraschend stark eingetrübt und die Zahl der noch nicht abgeschlossenen US-Hausverkäufe fiel im Mai auf ein Rekordtief.
Einige Bankenwerte gehörten zu den grössten Verlierern im EuroStoxx 50. So gaben Societe Generale 4,20 Prozent auf 32,860 Euro ab und Credit Agricole verloren 3,88 Prozent auf 8,300 Euro. Börsianern zufolge hat zwar die gering als erwartete Tenderzuteilung der EZB am Vortag eine abnehmende Abhängigkeit der Geschäftsbanken von der Notenbank gezeigt und für etwas Beruhigung gesorgt. Viele sehen den Sektor aber dennoch nicht aus dem Gröbsten heraus. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banken gab um 2,58 Prozent nach. Auch in London zeigten sich Bankentitel wie Barclays sehr schwach.
Dagegen legten die Aktien von BP nach einem Bericht zu einem Anteilsverkauf sowie Gerüchten über unerwartet schnelle Fortschritte bei der Bekämpfung des Öllecks im Golf von Mexiko um deutliche 2,84 Prozent auf 330,167 Pence zu. Der Fernsehsender "Sky News" berichtete, der britische Ölkonzern spreche mit einem chinesischen Konkurrenten über den Verkauf von Aktivitäten im Wert von 6 Milliarden Pfund in Argentinien. Allerdings hatte der Sender bereits vor einer Woche berichtet, BP prüfe die Veräusserung einer 60-prozentigen Beteiligung an der argentinischen Pan American Energy. An dem Unternehmen seien zudem der argentinische Konkurrent Bridas und CNOOC aus China beteiligt. Laut einem Händler werden die derzeitigen Gespräche mit CNOOC geführt. Medienberichten zufolge wollte BP die angeblichen Gespräche nicht kommentieren./gl/ck

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???