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PARIS (awp international) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben sich am Freitag nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA mit Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Anleger rechneten im Vorhinein bereits mit einer möglichen Enttäuschung und setzten die Indizes schon am Morgen unter Druck, bevor die US-Daten dann am Nachmittag keine klaren Impulse mehr einbrachten. Zwar fiel die Zahl der Beschäftigten im Dezember unter den Erwartungen aus, auf den zweiten Blick wurde eine vorteilhafte Überarbeitung der Werte aus den beiden Vormonaten und eine gesunkene Arbeitslosenquote aber auch leicht positiv ausgelegt.
Der EuroStoxx 50 ging mit einem Minus von 0,99 Prozent bei 2.808,25 Punkten aus dem Handel. Im Laufe der ersten Handelswoche des neuen Jahres hat der europäische Leitindex somit 0,55 Prozent zugelegt. In Paris schloss der CAC-40 0,99 Prozent tiefer bei 3.865,58 Punkten und auch in London gab es Verluste. Der britische Leitindex FTSE 100 gab um 0,58 Prozent auf 5.984,33 Punkte nach.
Schwäche zeigten im EuroStoxx vornehmlich Finanzwerte. Bevor im Laufe der kommenden Woche weitere Anleiheauktionen auf dem Programm stehen, sorgten sich Anleger laut Händlern erneut um die Schuldenlage in Europa. Papiere der Societe Generale sackten als Schlusslicht um 2,99 Prozent auf 40,88 Euro ab und Titel der spanischen Bank BBVA büssten 2,52 Prozent auf 7,156 Euro ein. Auch BNP Paribas , Intesa SanPaolo , Axa und Banco Santander verloren mehr als zwei Prozent.
Weiter nachgebende Edelmetallpreise belasten zudem die Kurse von Bergbau- und Stahlwerten. Im EuroStoxx sanken die Stahltitel von ArcelorMittal um überdurchschnittliche 1,29 Prozent auf 27,20 Euro. In London gehörten zudem Minenwerte zu den deutlichsten Verlierern. Kazakhmys verloren 1,73 Prozent auf 1,599,20 Pence und auch die Papiere von Vedanta Resources , Antofagasta und Lonmin gaben zwischen 1,3 und 1,9 Prozent nach. Schwächster Wert im "Footsie" waren indes aber die am Vortag besonders stark gestiegenen Anteile des Chipherstellers ARM Holdings , die in einer Gegenreaktion um 4,65 Prozent auf 464,71 Pence in die Knie gingen.
Kräftig aufwärts ging es dagegen für die Papiere von Philips , die nach einer positiven Studie von JPMorgan um 3,82 Prozent auf 23,935 Euro in die Höhe sprangen und damit an der Spitze vom EuroStoxx lagen. Analyst Andreas Willi hob seine Einstufung für Papiere des Elektronikkonzerns von "Neutral" auf "Overweight" und stockte das Kursziel auf 30,50 Euro auf. Die Aktie spiegele derzeit weder das Umsatzwachstum noch die steigende Profitabilität wider, hiess es vom Experten./tih/stb

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