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FRANKFURT (awp international) ? Nachlassende Sorgen um die Lage in Ägypten haben den Dax am Montag auf ein Dreijahreshoch getrieben. Auch gute Unternehmensnachrichten hoben Börsianern zufolge die Laune der Anleger. Am frühen Nachmittag kletterte der Leitindex um 0,86 Prozent auf 7.278,28 Punkte und stand damit so hoch wie seit Januar 2008 nicht mehr. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg am Montag um 1,17 Prozent auf 10.422,95 Punkte. Für den TecDax ging es auch dank deutlicher Gewinne bei den Aktien von Solarworld um 2,28 Prozent auf 902,47 Punkte nach oben.
"Die Anleger reagieren mit Erleichterung auf die Beruhigung der Situation in Ägypten", sagte Robert Halver, Marktstratege bei der Baader Bank. Momentan sehe es nicht danach aus, dass eine islamistische Regierung dort die Oberhand gewinnen und zum Beispiel die Durchfahrt durch den Suez-Kanal sperren könnte. Auch die Fundamentaldaten seien weiterhin stabil. So sieht der Experte auf absehbare Zeit keine Anzeichen dafür, dass die Liquidität am Markt sinken könnte.
GEA UND SOLARWORLD NACH ZAHLEN SPITZENREITER IN IHREN INDIZES
Mit Blick auf die Einzelwerte lag der Fokus der Anleger auf der laufenden Berichtssaison. Der Maschinenbau-Konzern Gea etwa schaffte dank eines kräftigen Plus' bei den Erlösen im Schlussquartal sein Jahresziel für den Umsatz. Den Aktionären will das Unternehmen eine Dividende von 0,40 Euro vorschlagen. Viele Marktbeobachter nahmen die Meldungen positiv auf und empfehlen die Gea-Aktien weiterhin zum Kauf. Der Maschinenbau-Konzern habe seine Prognosen deutlich übertroffen, schrieb zum Beispiel Analyst Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank in einer Studie. Die Gea-Anteilsscheine kletterten an der MDax-Spitze um 6,85 Prozent auf 22,915 Euro.
Der klare Favorit im TecDax waren die Papiere von Solarworld , die um 9,32 Prozent auf 8,549 Euro in die Höhe schnellten. Das Photovoltaikunternehmen konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn zum Vorjahr kräftig steigern. Ein Börsianer sprach von "soliden Zahlen". Positiv kam zudem die Dividendenerhöhung an, die deutlicher als erwartet ausgefallen sei. Nach ebenfalls gut aufgenommenen Zahlen legten die Papiere des Mobilfunkanbieters Drillisch um 3,98 Prozent zu auf 6,80 Euro.
ADIDAS UND LUFTHANSA FÜHREN DEN DAX AN
An der Dax-Spitze kletterten die Papiere von Adidas um 3,15 Prozent auf 47,46 Euro. Die Titel des Sportartikelherstellers haben sich aus ihrem seit Ende Dezember andauernden Abwärtstrend befreit, was laut Börsianern für weitere Nachfrage gesorgt habe. Ein Interview des "Deutschen Anleger Fernsehens" mit Adidas-Chef Herbert Hainer habe zusätzlich positive Impulse gegeben, so ein Händler. Er hob vor allem die Bestätigung hervor, dass China der Wachstumstreiber bleiben dürfte. Bereits im November 2010 hatte Hainer für China zweistellige Wachstumsraten avisiert und mit dem Geschäftsplan "Route 2015" auch für den Gesamtkonzern ein bis zu 50-prozentiges Umsatzwachstum bis 2015 angepeilt.
Hinter Adidas stiegen die Papiere der Lufthansa um 3,04 Prozent auf 15,76 Euro. Die leicht gefallenen Ölpreise hätten die Papiere ebenso angetrieben wie die Beruhigung der Lage in Ägypten, sagte ein Händler. Zudem hätten die guten Vorgaben von den asiatischen Fluggesellschaften die Titel der deutschen Airline gestützt.
Auch Bankenwerte verbuchten überdurchschnittliche Gewinne. Die Titel der Deutschen Bank etwa stiegen um 1,25 Prozent auf 46,815 Euro und die der Commerzbank um 1,37 Prozent auf 5,85 Euro. Im MDax verteuerten sich die Aareal-Papiere um 1,60 Prozent auf 24,825 Euro. Stützend dürften einige Branchennachrichten gewirkt haben. So hatte die Schweizer Privatbank Julius Bär eine kräftige Erhöhung der Dividende in Aussicht gestellt und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Indes muss die französische Credit Agricole Berichten zufolge kein weiteres Kapital aufnehmen, um die Basel-III-Anforderungen zu erfüllen./la/chs
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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