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AKTIEN FRANKFURT: Dax baut Gewinne aus - Einigung zwischen Merkel und Sarkozy

FRANKFURT (awp international) - Hoffnung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland hat den Dax am Freitag in die Gewinnspur zurückgeführt. Nach schwachem Start drehte der deutsche Leitindex ins Plus und baute seine Gewinne im Verlauf immer weiter aus. Zuletzt stieg er um 1,35 Prozent auf 7.206,29 Punkte und könnte nach sechs verlustbringenden Wochen nun wieder einen Wochengewinn zu erzielen. Der TecDax stieg am Nachmittag um 0,29 Prozent auf 877,07 Punkte. Einzig der MDax lag noch knapp mit 0,06 Prozent im Minus bei 10.551,44 Punkten.
Am Markt wurde die wiedergewonnene Stärke des Dax auf eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich zurückgeführt, die bei der Einbindung privater Gläubiger in die Rettung Griechenlands künftig an einem Strang ziehen wollen. Ein Händler sprach angesichts dessen von einem "Befreiungsschlag" für den Markt und vor allem für die Banken. Der freiwillige Charakter der angestrebten "Wiener Lösung" sei sehr positiv und belaste den Sektor weniger als befürchtet. Dabei erklären sich Grossbanken bereit, auslaufende Engagements bei Fälligkeit zu erneuern. Am Nachmittag könnte noch das von der Uni Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen für frische Impulse sorgen. Im Fokus steht aber auch der grosse Verfallstag an den Terminbörsen nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, der nochmal zu stärkeren Kursausschlägen führen kann.
BANKEN PROFITIEREN VON DER EINIGUNG
Gemeinsam mit dem Markt drehten auch die zum Auftakt noch schwachen Bankentitel wegen der Fortschritte für Griechenland und der angestrebten Lösung ins Plus. Aktien der Deutschen Bank stiegen um 1,91 Prozent auf 40,53 Euro und Commerzbank-Papiere gewannen 1,25 Prozent auf 3,073 Euro. Auch Versicherungswerte profitierten: Papiere von Munich Re waren mit plus 2,77 Prozent auf 103,85 Euro nach der jüngsten Talfahrt nun grösster Dax-Gewinner. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht die Papiere zudem als einen der "Top Picks" im Versicherungssektor. Allianz-Titel kletterten um 2,09 Prozent auf 94,13 Euro.
Kursgewinne gab es auch bei Metro-Papieren, die sich um 2,16 Prozent auf 43,115 Euro von ihren jüngsten Verlusten erholten. Belastet durch eine Gewinnwarnung von Konkurrent Carrefour waren die Einzelhandelstitel in den ersten Minuten noch auf den tiefsten Stand seit September abgerutscht. Anleger hätten die erneuten Verluste aber nach zwei schwachen Tagen zum Einstieg genutzt, hiess es. Auch die zuletzt von der deutschen Atomdebatte gebeutelten Versorgerwerte waren gefragt. Eon kletterten um 2,03 Prozent auf 19,38 Euro und RWE stiegen um 1,61 Prozent auf 37,95 Euro.
CELESIO RUTSCHEN NACH GEWINNWARNUNG AB
Im MDax rauschten derweil die Aktien von Celesio um 11,79 Prozent auf 13,285 Euro nach unten. Zwischenzeitlich waren sie noch deutlicher auf ein Rekordtief gefallen. Händler machten eine Gewinnwarnung dafür verantwortlich. Der Arzneigrosshändler hatte am Vorabend unter anderem wegen der staatlichen Sparmassnahmen in Europa angekündigt, dass das untere Ende der Zielspanne für das operative Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nicht mehr deutlich über 600 Millionen Euro liege, wie es die Schätzungen der Analysten annähmen. Morgan Stanley reduzierte daraufhin die Gewinnprognosen und senkte das Kursziel. Auch die Commerzbank senkte das Ziel und stufte die Papiere von "Add" auf "Hold" ab.
Unter den schwächeren MDax-Werten büssten EADS 0,97 Prozent auf 21,49 Euro ein. Ein Händler sprach davon, dass dem Flugzeugbauer weitere Verspätungen bei der Entwicklung des A350 drohten. Der Börsianer verwies auf einen Bericht in "La Tribune", wonach für bei dem Grossraumflugzeug wohl mit weiteren Verzögerungen von zwei Jahren zu rechnen sei./tih/fat
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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