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FRANKFURT (awp international) - Nach letztlich uninspirierenden Quartalszahlen aus den USA hat der Dax am Freitag seine Gewinne eingedämmt. Überraschend vorgelegte Zahlen von Daimler verpufften ebenfalls schnell. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,44 Prozent höher bei 6.176,44 Punkten. Für den MDax ging es um 0,28 Prozent auf 8.306,94 Punkte nach oben und der TecDax gewann 0,12 Prozent auf 784,90 Punkte.
Der US-Mischkonzern General Electric (GE) scheint zwar in der Wirtschaftskrise das Schlimmste überstanden zu haben und steigerte den Gewinn stärker als erwartet. Doch der Umsatzrückgang fiel deutlicher aus als am Markt prognostiziert. Auch die Zahlen von Bank of America und Citigroup sorgten nicht für Euphorie, nachdem am Vortag Konkurrent JPMorgan mit einem unerwartet deutlich gestiegenen Gewinn die Messlatte für die Bankenbranche hoch gelegt hatte. Beide Institute verzeichneten rückläufige Erträge. Auch die Gewinne schrumpften, wenngleich sie die Konsensschätzungen übertreffen konnten. Von einem Händler hiess es, insbesondere das Investmentbanking habe enttäuscht.
DAIMLER ÜBERRASCHT MIT GUTEN ZAHLEN
Daimler-Titel stiegen kurzzeitig bis auf 44,700 Euro, zuletzt notierten die Papiere des Autobauers aber nur noch 1,24 Prozent höher bei 43,810 Euro und damit wieder auf dem vorherigen Niveau. Der Stuttgarter Autobauer übertraf mit seinem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) die Markterwartungen Davor hatte schon die lang herbeigesehnte Genehmigung für ein Lastwagen-Gemeinschaftsunternehmen in China die Aktien beflügelt. Titel der Konkurrenz legten ebenfalls zu: Vorzüge von Volkswagen (VW) verteuerten sich um 1,27 Prozent auf 76,78 Euro. BMW stiegen um 1,31 Prozent auf 42,815 Euro. Die Ratingagentur Moody's liess ihre Einstufung für Continental auf "B1", erhöhte den Ausblick jedoch wegen einer stärker als erwarteten Erholung im operativen Geschäft von "Negativ" auf "Stabil". Die Aktien des Autozulieferers gewannen 1,87 Prozent auf 49,960 Euro.
Die Bankenwerte hatten bereits vor den Zahlen ihrer US-Konkurrenten geschwächelt. Zuletzt verloren Deutsche Bank 1,19 Prozent auf 48,580 Euro und Commerzbank gaben um 0,42 Prozent auf 6,357 Euro nach. Händler verwiesen zudem auf eine Rekordstrafe von 550 Millionen Dollar (420 Millionen Euro) für Goldman Sachs , weil die Investmentbank Anleger bei einem komplexen Finanzgeschäft unzureichend informiert hat. "Eine halbe Milliarde Dollar ist die höchste Strafe, die die SEC in ihrer Geschichte jemals gegen eine Finanzfirma verhängt hat", sagte der Chefermittler Robert Khuzami von der Börsenaufsicht . Dagegen kommentierte ein Börsianer: "Für manche Banken gibt es immer einen einfachen Ausweg." Am Markt hätten Investoren die Höhe der Strafe lediglich als eine Ohrfeige gesehen, denn Goldman Sachs verdiene immerhin mehr als 13 Milliarden Dollar im Jahr.
K+S PROFITIEREN VON YARA-ZAHLEN - BERICHT BELASTET VERSORGER
An der Dax-Spitze stiegen K+S-Titel dank guter Zahlen von Yara um 3,72 Prozent auf 39,310 Euro. Der norwegische Düngemittelkonzern überraschte vor allem mit einem höher als erwartet ausgefallenen Gewinn. Dagegen litten Versorgertitel unter einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", dem zufolge die Bundesregierung die deutsche Atomindustrie im Gegenzug für längere Laufzeiten mit einer zusätzlichen Milliardenabgabe belegen will. "Das unterstützt nur unsere ohnehin schon deutlich pessimistischer gewordene Einstellung dem Sektor gegenüber", sagte ein Marktteilnehmer. Eon gaben um 2,77 Prozent auf 22,265 Euro nach und RWE büssten 2,43 Prozent auf 53,36 Euro ein.
Metro-Aktien verteuerten sich nach den Zahlen des französischen Wettbewerbers Carrefour um 1,44 Prozent auf 44,480 Euro. Europas grösster Einzelhändler berichtete am Vorabend nach Börsenschluss über eine Umsatzsteigerung im zweiten Quartal. Dabei wurde das Wachstum in erster Linie vom Geschäft in Lateinamerika und Asien getragen. Die Analystenschätzungen konnte Carrefour übertreffen. Laut Börsianern wirkte sich das leicht positiv auf Metro aus. Allerdings sei der deutsche Konzern in Asien und Lateinamerika bei weitem noch nicht so stark präsent wie die Franzosen, hiess es./gl/rum

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