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FRANKFURT (awp international) - Angetrieben von positiven Unternehmenszahlen und Aussagen des Ifo-Instituts ist der Dax am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Mai 2008 geklettert. Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 0,51 Prozent auf 7.163,71 Punkte, nachdem er die neue Messlatte auf 7.170,60 Zähler gelegt hatte. Damit trotzte der Dax der am Morgen vermeldeten Abstufung der Kreditwürdigkeit Japans durch die Ratingagentur Standard & Poor's. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es um 1,12 Prozent auf 10.328,04 Punkte nach oben, und der TecDax legte 0,60 Prozent auf 879,10 Punkte zu.
Marktanalyst Frank Geilfuss vom Bankhaus Löbbecke sagte: "Die Märkte schauen sehr stark auf die Quartalszahlen." Und da habe etwa die Software AG ein starkes Ergebnis vorgelegt. Zudem wirke die Aussage des Ifo Instituts positiv, dass deutsche Unternehmen wieder besser an Bankkredite kommen. Die deutsche Wirtschaft profitiere von vergleichsweise günstigen Finanzierungsbedingungen, hatte das Münchner Institut mitgeteilt. "Das alles ist eine Verstärkung der makroökonomischen Lage", sagte Geilfuss. Der "gesamte Datenkranz" sehe zurzeit sehr gut aus.
AUTOWERTE IM PLUS ? DEUTSCHE BÖRSE NACH STUDIE HINTEN
Im Dax knüpften die Autowerte an ihre Erholung vom Vortag an: MAN-Papiere verteuerten sich an der Dax-Spitze um 1,73 Prozent auf 89,41 Euro, BMW gewannen 1,51 Prozent auf 57,810 Euro. Daimler stiegen um 0,82 Prozent auf 56,730 Euro. Händlern zufolge gibt es Spekulationen um eine Prognoseanhebung des Konzerns, die positiv wirkten. Ein Händler vermutet diese im Zusammenhang mit vorläufigen Zahlen, mit denen am Markt vor dem offiziellen Termin für die Jahresbilanz 2010 Mitte Februar gerechnet werde.
Schwach zeigten sich die Titel der Deutsche Börse mit einem Minus von 0,58 Prozent auf 56,82 Euro. Das japanische Analysehaus Nomura hatte die Papiere von "Neutral" auf "Reduce" abgestuft. RWE-Aktien gaben nach einem Zeitungsbericht zur Tochter Essent 0,49 Prozent auf 52,75 Euro ab. Zwei Jahre nach dem milliardenschweren Kauf des niederländischen Stromversorgers erweise sich der Markt in den Niederlanden als unerwartet schwierig, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD). Ein Händler ergänzte, RWE selbst habe zuletzt gesagt, dass 2011 nicht mit einem Anstieg des Konzerngewinns zu rechnen sei.
DEUTSCHE WOHNEN SEHR SCHWACH - HÄNDLER VERWEISEN AUF OAKTREE
Im MDax rutschten Deutsche Wohnen um 3,16 Prozent auf 9,994 Euro ab. Börsianer begründeten das mit einer Platzierung des Anteils von Oaktree Capital von gut 9,2 Millionen Papieren. Die Aktien seien zu einem Fixpreis von 9,25 Prozent platziert worden, sagte ein Händler. Die Papiere von HHLA drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus und stiegen zuletzt um 0,12 Prozent auf 33,040 Euro. Das zwischenzeitliche Minus hatten Händler mit einen Bericht erklärt, wonach der Hamburger Hafenbetreiber angeblich doch nicht mit dem Dubaier Hafen Dubai Ports World (DP World) über einen Verkauf eines 25-Prozent-Anteils verhandelt.
Stärkster Wert im TecDax waren die Anteile der Software AG nach endgültigen Zahlen zum Gesamtjahr 2010. Sie kletterten um 5,78 Prozent auf 109,85 Euro. Der Softwarehersteller hatte einen Umsatz- und Gewinnsprung verbuchen können und damit die Erwartungen übertroffen. Börsianer lobten zudem den Ausblick des Unternehmens auf das Jahr 2011. Aixtron konnten nach einem positiven Analystenkommentar 1,54 Prozent auf 31,550 Euro gutmachen. Die UBS hatte das Kursziel für die Titel vor Zahlen von 28,00 auf 35,00 Euro angehoben und ihre Kaufempfehlung beibehalten. Der Hersteller von Produktionsmaschinen für Leuchtdioden dürfte von einer starken Verfassung des LED-Marktes profitieren.
Grösstenteils im Minus lagen Solarwerte nach einem "Handelsblatt"-Bericht. Demnach wird der chinesische Solarkonzern Suntech Siemens mit Solarmodulen beliefern. Ein Händler sprach von einem Signal, dass es mit der technologischen Überlegenheit im Vergleich zu den billigeren asiatischen Anbietern wohl doch nicht so weit her sei. Phoenix Solar büssten 2,96 Prozent auf 22,750 Euro ein, Q-Cells verloren 0,48 Prozent auf 2,677 Euro.
LOEWE SEHR FEST NACH GESAMTJAHRESZAHLEN - AIR BERLIN VERLIEREN
Im SDax sprangen Loewe-Titel nach Gesamtjahreszahlen um 5,74 Prozent auf 6,450 Euro an. Der Hersteller von Fernsehern hatte zwar im vergangenen Jahr vor Zinsen und Steuern einen Verlust 5,3 Millionen Euro eingefahren. Dank eines Zukunftsprogramms war aber nach Angaben des Unternehmens im vierten Quartal wieder ein Plus von 3,8 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Air Berlin verloren nach vorläufigen Zahlen 4,23 Prozent auf 3,601 Euro Euro. Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft war 2010 operativ in die Verlustzone gesackt./chs/fat

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