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FRANKFURT (awp international) - Starke Geschäftsberichte deutscher Grosskonzerne und ein kräftiger Euro-Anstieg haben dem Dax am Donnerstag Gewinne beschert. Der deutsche Leitindex stieg bis zum Nachmittag um 0,57 Prozent auf 6.214,14 Punkte. Der TecDax rückte um 0,25 Prozent auf 781,66 Punkte vor, während der MDax um 0,39 Prozent auf 8.462,30 Punkte sank.
"Meines Erachtens waren es vor allem die Quartalszahlen von VW, die dem Dax neuen Schwung gegeben haben, nachdem die Gewinne am Vormittag zunächst abgebröckelt waren", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. "Volkswagen ist ein typischer Massenmarkt-Hersteller und wenn auch diese Hersteller profitieren, ist das ein gutes Zeichen für die gesamte Autoindustrie, die ja ein wichtiges wirtschaftliches Standbein in Deutschland darstellt." Ein Händler verwies zudem auf den im Vergleich zum US-Dollar kräftig anziehenden Euro. Die Gemeinschaftswährung hatte im Tagesverlauf einen wichtigen Widerstand bei 1,3040 US-Dollar übersprungen.
Die Berichtssaison in Deutschland läuft auf Hochtouren und allein an diesem Donnerstag standen mit Lufthansa, die am Vorabend Zahlen vorgelegt hatten, insgesamt sieben der 30 Dax-Unternehmen mit ihren Geschäftsberichten im Fokus. Sehr positiv stachen dabei Merck und VW hervor. Die Zahlen von BASF und Bayer kamen ebenfalls recht gut am Markt an. Auch die Zahlen von MAN und Siemens waren stark, was aber teilweise bereits erwartet worden war und daher zu Gewinnmitnahmen führte.
Die Aktien von Merck profitierten als Dax-Spitzenreiter mit plus 5,61 Prozent auf 67,80 Euro vor allem von einer Erholung im Chemiegeschäft des Darmstädter Konzerns. Diese Erholung führte bei Merck zu einem kräftigen Gewinnanstieg und einer Anhebung der Jahresprognosen. Dass Europas grösster Autobauer Volkswagen (VW) im zweiten Quartal dank der anziehenden Autonachfrage einen Milliardengewinn einfuhr und zudem einen hohen Barmittelzufluss meldete, verhalf diesen Papieren zu einem Kurszuwachs von 2,71 Prozent auf 80,72 Euro.
Überraschend starke Zahlen legte auch der weltgrösste Chemiekonzern BASF vor, was der Aktie ein Plus von 0,68 Prozent auf 45,640 Euro einbrachte. BASF profitierte im zweiten Jahresviertel erneut von einer kräftig anziehenden Nachfrage. Nach dem überraschend guten Auftaktquartal verdoppelte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten nahezu.
Trotz einer unerwartet schwachen Verfassung des Agrochemie- und Gesundheitsgeschäfts im zweiten Quartal bekräftigte ausserdem der Chemie- und Pharmakonzern Bayer seine Konzernprognose für 2010. Das trieb dessen Anteilsscheine um 0,92 Prozent auf 44,600 Euro nach oben.
Die Aktien des Industrie- und Elektrokonzerns Siemens fielen dagegen um 0,49 Prozent auf 75,78 Euro. Siemens gelang es zwar, im dritten Unternehmensquartal dank eines brummenden Geschäfts in den wichtigsten Sparten an vergangene Boomzeiten anzuknüpfen und zudem zeigte sich Vorstandschef Peter Löscher nun noch optimistischer für das gesamte Geschäftsjahr 2009/2010, doch eine wirkliche Überraschung war das am Markt nicht mehr. "Allerdings ist es schon ein Ereignis, wenn der Siemens-Konzern, der wohl mit Blick auf Prognosen als der zurückhaltendste Dax-Konzern gilt, seine Ziele noch optimistischer formuliert", sagte Robert Halver. Vorstandschef Peter Löscher, der bislang stets gesagt hatte, dass das Sektorenergebnis im laufenden Geschäftsjahr über dem Rekord-Vorjahreswert von 7,5 Milliarden Euro liegen werde, präzisierte nun, dass es "deutlich" darüber liegen werde.
Am Dax-Ende versammelten sich nach Zahlen die Titel von Lufthansa und MAN. Die Lufthansa-Aktien , die am Vortag noch zu den Gewinnern zählten, gaben um 2,31 Prozent auf 12,500 Euro nach. Die Fluglinie meldete bereits am Vorabend rote Zahlen und begründete dies mit Flugausfällen aufgrund der Aschewolke. Dennoch hob die Fluggesellschaft Analysten zufolge ihre Jahresprognose für den operativen Gewinn an und will zudem weiter an der Kostenschraube drehen.
Die MAN-Titel sanken nach soliden Quartalszahlen um 2,69 Prozent auf 71,03 Euro. Ein Händler begründete dies damit, dass durch die bereits positiven Aussagen der Konkurrenten Scania , Volvo und Daimler schon ein Grossteil der guten Nachrichten im Kurs enthalten sei./ck/ajx

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