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FRANKFURT (awp international) - Schwache US-Konjunkturdaten haben die Erholung des Dax am Donnerstag ausgebremst. Mit dem erwartungsgemäss bei 1,00 Prozent belassenen Leitzins setzte die Europäische Notenbank (EZB) dagegen keine neuen Akzente. Der Leitindex büsste am Nachmittag 0,06 Prozent ein auf 5.959,60 Punkte, nachdem er zuvor über weite Strecken um die Marke von 6.000 Punkten gependelt war. Der MDax verteidigte dagegen einen Kursgewinn von 0,85 Prozent auf 7.922,51 Punkte. Der TecDax stieg um 1,00 Prozent auf 860,37 Punkte.
In den USA sind die Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend gefallen. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Gleichzeitig stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche etwas stärker als erwartet. "Gerade die sehr schlechten Einzelhandelsumsätze ohne Autos führten den durch den jüngsten Konjunkturbericht der US-Notenbank geschürten Optimismus für das Weihnachtsgeschäft ad absurdum", sagte Heino Ruland von Ruland Research. Hinzu komme die etwas ins Stocken geratene Erholung am US-Arbeitsmarkt. "Auf den zweiten Blick nimmt das aber Druck von der Fed für mögliche Zinserhöhungen, was die Anleger im Verlauf beruhigen könnte." Stefan Söllner, Aktienhändler bei der Postbank, hatte zuvor bereits eine abwartende Haltung vor den am Freitag anstehenden Quartalszahlen von JPMorgan ausgemacht, der ersten Investmentbank in der laufenden Berichtssaison. Auch der "Kleine Verfall" mit auslaufenden Optionen werfe seine Schatten voraus.
SAP sprangen nach erfreulichen vorläufigen Zahlen an und gewannen 2,09 Prozent auf 35,420 Euro. Der Softwarehersteller übertraf demnach mit seinen Umsätzen im vergangenen Jahr die Markterwartungen. Am 27. Januar will SAP die vollständigen Zahlen sowie einen Ausblick auf 2010 geben. Analyst Marco Günther von der Hamburger Sparkasse sprach von besser als erwarteten Zahlen. "Insbesondere die starke Margenentwicklung, die über dem Zielkorridor liegt, sticht ins Auge", hob er hervor. Wie erwartet spiele der Softwarehersteller auf der Ertragsseite seine defensiven Qualitäten aus. "Die Umsätze liegen sowohl über den Markterwartungen als auch den Unternehmenszielen", sagte ein weiterer Analyst.
Für Südzucker-Aktien ging es nach Zahlen um 5,34 Prozent nach oben auf 16,360 Euro. Europas grösster Zuckerproduzent verbuchte im dritten Geschäftsquartal 2009/10 dank nachlassender Belastungen aus der Reform der EU-Zuckermarktordnung einen kräftigen Gewinnsprung. "Die Zahlen sind insgesamt etwas besser als erwartet ausgefallen", sagte ein Händler. Positiv sei zudem der bestätigte Jahresausblick. Ein anderer Börsianer ergänzte, dass die Südzucker-Aktie am Vortag ein Kaufsignal gegeben habe. Der Quartalsbericht treibe jetzt weiter an. Analyst Dennis Schmitt von der Commerzbank bestätigte angesichts der positiv zu bewertenden Bilanz seine Empehlung für Südzucker-Aktien mit "Add" beim Kursziel 16,30 Euro.
Im Dax hielten Commerzbank-Papiere nach einem Interview die Spitze und gewannen 2,46 Prozent auf 6,715 Euro. Der für das Investmentbanking zuständige Vorstand Michael Reuther sagte dem "Handelsblatt", dass er schon 2010 eine schwarze Null in der Sparte für möglich hält. Ein Börsianer sagte: "Das ist natürlich positiv für die Stimmung. Die Commerzbank hat aber auch erst kürzlich ihre operativen Ziele für die Gruppe bis 2012 bestätigt und erwartet bis dahin einen kleinen operativen Gewinn."
Infineon-Aktien stiegen um 1,34 Prozent auf 4,166 Euro und erfüllten damit die Erwartungen von Händlern. Sie verwiesen darauf, dass steigende Speicherchip-Preise bei den Aktien von Samsung Electronics und Hynix Semiconductor für sehr feste Notierungen gesorgt hätten. "Das hilft auch dem Infineon-Kurs, obwohl Infineon keine Speicherchips mehr herstellt", sagte ein Börsianer.
Daimler profitierten mit plus 1,26 Prozent auf 36,640 Euro von einem Pressebericht. Der Autobauer braucht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) zufolge Zeitarbeiter, um die Nachfrage nach E- und S-Klasse zu bedienen. Der Tiefpunkt der Absatzkrise scheine durchschritten, zumal auch die Kurzarbeit in Sindelfingen beendet worden sei. "Die genannten 300 Zeitverträge sind zwar nicht viel, aber ein positives Stimmungssignal", sagte ein Börsianer Die S-Klasse sei die Baureihe mit der höchsten Marge innerhalb des Konzerns. Laut dem FAZ-Bericht könnte die Anzahl der Zeitverträge zudem noch deutlich steigen, dies sei aber noch nicht absehbar.
Nach einer Hochstufung durch die Deutsche Bank sprangen Celesio um 7,17 Prozent auf 19,955 Euro an - das höchste Niveau seit August 2009. Der Pharmahändler habe das Schlimmste hinter sich, konstatierte Analyst Holger Blum in seiner Studie. Daher sei er nach drei Jahren Skepsis nun wieder optimistisch. Der Experte hob sein Votum von "Hold" auf "Buy" und das Kursziel von 19 auf 24 Euro an. Blum rechnet wieder mit einem Gewinnwachstum, wenn auch von einer niedrigen Basis aus. Zudem sei die Bewertung zu attraktiv, um sie zu ignorieren, nach der im vergangenen Jahr deutlich schlechteren Kursentwicklung gegenüber dem MDax.
Evotec-Aktien stiegen im TecDax um 4,30 Prozent auf 2,206 Euro. Das Biotechnologie-Unternehmen verlängert seine Zusammenarbeit mit der CHDI Foundation bis Ende 2012. Ziel der Kooperation ist es, neue Therapien zur Behandlung der Huntington'schen Erkrankung - einer vererblichen Erkrankung des Nervensystems - zu finden. Marktteilnehmer nahmen die Nachricht positiv auf. Ein Analyst wertete die Verlängerung als "guten Jahresstart". Die Huntington-Krankheit (HK) hält er angesichts fehlender wirksamer Therapien für ein vielversprechendes Forschungsgebiet./ag/gl
---- Von Alexander Gibson, dpa-AFX ----

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