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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Donnerstag nach enttäuschenden US-Daten weiter nachgegeben. Der deutsche Leitindex fiel zuletzt um 0,49 Prozent auf 7.136,14 Punkte, nachdem er im frühen Handel noch im Plus gelegen hatte. In den USA war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Zudem war die zweite Schätzung zum US-BIP etwas geringer ausgefallen als erwartet. Der MDax der mittelgrossen Werte notierte zuletzt bei 10.647,85 Punkten und damit um 0,14 Prozent höher, der TecDax verlor 0,71 Prozent auf 891,95 Punkte.
Laut Herbert Perus, Leiter des Aktienteams bei Raiffeisen Capital Management in Wien, erlebt der europäische Aktienmarkt insgesamt derzeit einen "Käufer- und Verkäuferstreik". Schuld daran seien die Sorgen um die Finanzkrise im Euroraum. Am deutschen sowie den übrigen europäischen Aktienmärkten herrsche derzeit Stillstand, sagte Perus. Ein Blick auf die Umsätze mache das deutlich. Dabei könne die Lage aus Sicht der Unternehmen derzeit kaum besser sein.
Zu den wenigen Gewinnern zählten unter anderem die Aktien der Commerzbank mit einem Plus von 1,43 Prozent auf 3,255 Euro. Die Bezugsrechte gewannen derweil 2,31 Prozent auf 0,973 Euro. Die Papiere berechtigen im Verhältnis 11 zu 10 zum Bezug der neuen Bankaktien zu 2,18 Euro und werden noch bis zum 6. Juni gehandelt. Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) empfiehlt Commerzbank-Aktien jetzt zum Kauf, nachdem er bislang mit "Hold" votiert hatte. Die Verwässerung durch die Kapitalerhöhung sei mehr als eingepreist.
Die Aktien der Deutschen Bank gewannen am Tag der Hauptversammlung 0,69 Prozent auf 10,405 Euro hinzu. Konzernchef Josef Ackermann will die Früchte seiner Arbeit ernten. Die jüngsten Zukäufe zur Stärkung des Privatkundengeschäfts - Postbank , Sal. Oppenheim und Teile der ABN Amro - sollen sich in diesem Jahr bezahlt machen. "Wir erwarten, dass die Zukäufe, die wir während der Finanzkrise getätigt haben, in diesem Jahr einen positiven Beitrag für die Bank erbringen - teilweise sogar über die Erwartungen hinaus", sagte Ackermann.
Am Dax-Ende notierte Werte aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Papiere von Bayer und BMW litten mit Abschlägen von 0,83 und 0,71 Prozent unter Analystenkommentaren. Die Einzelhandels- und Konsumwerte Metro , Henkel und Beiersdorf gaben zwischen 1,51 und 0,68 Prozent ab. Die Titel der Deutschen Post und von SAP lagen indes nur optisch klar im Minus, sie wurden ex Dividende gehandelt.
Im Einklang mit dem Dax drehten die beiden Versorger-Aktien von Eon und RWE ins Minus und gaben zuletzt 0,62 beziehungsweise 0,48 Prozent ab. Die Diskussion um die Zukunft der Brennelementesteuer rückte die beiden Werte in den Fokus. Während CSU-Chef Horst Seehofer der "Süddeutschen Zeitung" erklärte, die Steuer sei seiner Meinung nach vom Tisch, sprach sich Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin gegen eine Abschaffung der Atomsteuer aus.
Die Aktien von Klöckner & Co. verteuerten sich nach dem Beschluss der bereits avisierten Kapitalerhöhung um 0,84 Prozent auf 22,135 Euro. Das Volumen der Kapitalmassnahme des Stahlhandelskonzerns liegt bei rund 527 Millionen Euro. Den Erlös will Klöckner für Zukäufe verwenden. Die Kapitalerhöhung komme früher als erwartet, was grundsätzlich zu begrüssen sei, sagte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank.
Im TecDax sicherten sich die Aktien von Singulus Technologies mit plus 6,03 Prozent auf 4,517 Euro den Spitzenplatz. Der Spezialmaschinenbauer hatte nach einem neuen Grossauftrag eine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr bekannt gegeben. Nach drei Jahren mit negativen Ergebnissen will das Unternehmen auch unter dem Strich die Wende schaffen und wieder einen Gewinn erzielen. Den Kursabschlag von mehr als drei Prozent bei der Software AG begründete ein Händler indes mit charttechnischen Faktoren./rum/ch

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