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FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Montag richtungslos zwischen leichten Gewinnen und Verlusten gependelt. Der Eurokurs erwies sich dabei als Stimmungsbarometer. Im nachrichtenarmen Handel zeigte sich der deutsche Leitindex bis zum Nachmittag kaum verändert mit plus 0,02 Prozent bei 5.723,24 Zählern, nachdem der Euro nur knapp über 1,36 US-Dollar lag. Der MDax stieg um moderate 0,13 Prozent auf 7.607,38 Punkte. Der TecDax gewann 0,49 Prozent auf 820,23 Zähler.
Mehrere Börsianer verwiesen für das Auf und Ab im Dax auf die Entwicklung des Eurokurses, der um die Marke von 1,36 Dollar schwankte. "In normalen Zeiten ist ein schwacher Euro gut für die Exporttitel, doch zur Zeit ist er ein Symbol des verunsicherten Euroraums", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Händler Andreas Lipkow von der Wertpapierhandelsbank MWB Fairtrade ergänzte: "Bisher gibt es keine befriedigenden Lösungen rund um das Griechenland-Problem und das sorgt für Unsicherheit." Zudem hielten sich die Anleger mit Investitionen zurück, da im Wochenverlauf noch zahlreiche Unternehmen über ihr abgelaufenes Geschäftsjahr berichten werden.
Der von den Piloten der Lufthansa an diesem Morgen ausgerufene Streik brachte die Titel der grössten deutschen Fluggesellschaft unter Druck. Sie büssten am Dax-Ende 1,88 Prozent auf 10,975 Euro ein. Zwar wehrt sich die Lufthansa nun gerichtlich gegen den Streik, derweil aber stehen die Kosten der Arbeitsniederlegung im Blick der Anleger. Laut Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher kostet der aktuelle Streik das Unternehmen täglich 20 Millionen Euro. Insgesamt wird den Streikenden zudem wenig Verständnis entgegen gebracht: "Es ist bekannt, dass Lufthansa-Piloten besser bezahlt werden als andere und sie weitere beträchtliche Privilegien haben", sagte ein Händler. Es werde Zeit, dass das Lufthansa-Management die Piloten besser in den Griff bekomme.
Übernahmespekulationen, die besonders in ruhigen Marktphasen Beachtung finden, liessen die Anteilsscheine von Salzgitter um 1,18 Prozent auf 66,98 Euro steigen. Angeblich will sich laut Händlern China Steel an dem deutschen Stahlunternehmen beteiligen. Salzgitter selbst hält das für "unwahrscheinlich" und weiss auch nichts von einem solchen Interesse der Chinesen.
Einen Kurseinbruch um 5,28 Prozent auf 51,51 Euro mussten im MDax die Titel von Bilfinger Berger verkraften. Nach dem Pfusch beim Kölner U-Bahn-Bau gibt es nun auch Hinweise auf gefälschte Arbeitsprotokolle bei den Bauarbeiten an der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-München. Auch an diesem Projekt ist der Mannheimer Baukonzern beteiligt. Die Fraport-Aktien gewannen hingegen 0,63 Prozent auf 37,485 Euro. Der Frankfurter Flughafenbetreiber einigte sich nach monatelangen Verhandlungen mit den Fluggesellschaften auf steigende Start- und Landegebühren bis zum Jahr 2015.
Im TecDax stachen die Titel von Medigene mit einem Plus von 6,11 Prozent auf 3,820 Euro heraus. Das Biotech-Unternehmen hat den israelischen Pharmakonzern Teva als Kooperationspartner für seine Veregen-Salbe zur Behandlung von Genitalwarzen in Israel gewonnen. Ein entsprechender Lizenz- und Liefervertrag wurde inzwischen unterzeichnet./ck/gl

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