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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Mittwoch deutlich Boden gutgemacht und die Verluste vom Wochenbeginn mehr als wettgemacht. Börsianer verwiesen auf die starken Quartalszahlen des weltgrössten Chipherstellers Intel. Der deutsche Leitindex gewann bis zum Nachmittag 2,81 Prozent auf 7.237,14 Punkte, nachdem er am Montag noch mehr als zwei Prozent eingebüsst hatte. Für den MDax ging es um 2,10 Prozent auf 10.454,23 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 2,13 Prozent auf 916,98 Punkte.
Intel hatte den Umsatz im ersten Quartal auf beeindruckende 12,8 Milliarden Dollar hochgeschraubt - ein Rekordwert. "Davon wurde der Markt extrem angetrieben", sagte Aktienhändler Christian Falkner von Alpha Wertpapierhandel. Nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) am Montag den Bonitätsausblick für die USA gesenkt hatte, seien offenbar einige Anleger "auf dem falschen Fuss erwischt worden". "Einige dachten, dass es noch weiter nach unten geht und wurden jetzt von der Marktentwicklung überrollt." Auch Händler Christof Rümmelein von Silvia Quandt Research sprach von einer Gegenbewegung nach den jüngsten Verlusten. Im weiteren Tagesverlauf stehen noch weitere US-Quartalsberichte sowie Daten vom Immobilienmarkt in den USA auf dem Programm.
INFINEON UND DIALOG PROFITIEREN DEUTLICH
Unter den Einzelwerten profitierten insbesondere Technologieaktien von den Intel-Resultaten. Entsprechend zählten die Papiere des Halbleiterherstellers Infineon mit plus 4,13 Prozent auf 7,435 Euro zu den stärksten Dax-Titeln. Im TecDax setzten sich Dialog Semiconductor mit einem Aufschlag von 6,21 Prozent auf 14,450 Euro an die Spitze. Dieses Kursplus begründete ein Analyst zudem damit, dass das Unternehmen für ein neues Produkt einen Kunden aus China gewonnen habe. Eine chinesische Firma möchte dieses in ihren Mobiltelefonen verwenden.
Spitzenreiter im Dax waren die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) , die sich um 4,29 Prozent auf 117,85 Euro verteuerten. Der Wolfsburger Autobauer will US-amerikanische Kunden mit Niedrigpreisen für verschiedene Modelle locken, um Marktanteile zu erobern. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" setzt VW auf günstigere Angebote, um den Rückstand zu Konkurrenten wie General Motors , Ford oder Toyota zu verringern.
Sehr fest zeigten sich auch Stahlwerte. So kletterten ThyssenKrupp um 3,55 Prozent auf 29,885 Euro, Salzgitter stiegen im MDax um 2,65 Prozent auf 53,06 Euro. Die Papiere des Stahlhändlers KlöCo rückten um 3,11 Prozent auf 22,850 Euro vor. Börsianer verwiesen auf gute Vorgaben aus den USA. Dort waren die Aktien der Stahlkonzerne US Steel und Steel Dynamics am Vorabend um mehr als vier sowie fast sechs Prozent angesprungen.
MUNICH RE ERWARTET NEGATIVES QUARTALSERGEBNIS
Mit einem Plus von lediglich 0,88 Prozent auf 114,40 Euro lagen die Anteilsscheine der Munich Re am Dax-Ende. Die Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland hatten den weltgrössten Rückversicherer zu Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gerissen. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand dennoch weiterhin mit einem Gewinn.
Zu den schwächsten MDax-Papieren gehörten die Aktien von ProSiebenSat.1 , die sich nach anfänglichen Gewinnen um 1,10 Prozent auf 18,495 Euro verbilligten. Börsianer verwiesen darauf, dass die Beteiligungen in Nordeuropa nun doch Teil des Unternehmens bleiben. "Es wird spekuliert, dass ein Verkauf an zu niedrigen Geboten gescheitert ist", sagte ein Händler. Veräussert hat der Medienkonzern indes die TV- und Printgeschäfte in Belgien und den Niederlanden
ADVA RUTSCHEN NACH ZAHLEN AB
Die Titel von Adva Optical Networking brachen im Technologiewerte-Index nach Zahlen um 14,03 Prozent auf 5,617 Euro ein. Der Glasfaserkabel-Spezialist war im ersten Quartal wegen eines schwachen operativen Geschäfts und Währungsverlusten in die roten Zahlen gerutscht. Analyst Jacques Abramowicz von Silvia Quandt Research kritisierte, dass die Entwicklungskosten offenbar ausser Kontrolle geraten seien./chs/ag
--- Von Christian Schultz, dpa-AFX ---

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